Exportwunder - Leben im "Golden Age" - Der "Homo Agenda" ist leicht Hyperaktiv

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(Update 22.01.2012)

Mini-Jobs abschaffen, was schon vor der Einführung einer der extremsten Formen prekrärer Beschäftigung gefordert wurde, bestätigen nun auch Forschungsergebnisse der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler Stiftung, dem ist nichts hinzuzufügen. Weitere, vor kurzem veröffentlichte, Daten betreffen die Zeitarbeit - das deutsche "Jobwunder" es steht auf wackeligen Beinen und ihm wachsen lange Nasen.

Ein weiteres Element, was die Fokussierung auf den Finanzmarkt durchbricht und zu einer nachhaltigeren Wahrnehmung des kapitalistischen Gesamtprozesses führen kann. Von Top-Down - zu Bottom-Up.

(Update 10.01.2012)

Hier noch ein Nachtrag zu der Frage der Leistungs(Handels)Bilanzüberschüsse, also zu dem was gemeinhin als "Exportwuder", als durchweg positive Entwicklung gefeiert wird.

"Anders als zumeist behauptet, liegen Leistungsbilanzüberschüsse nicht im nationalen Interesse. Denn sie basieren auf den Schulden der anderen und sind insofern kein nachhhaltiger Wohlstand, sondern Vorboten von Krisen", analysiert das IMK. "Denn das so erworbene Auslandsvermögen verliert periodisch an Wert."

IMK: Noch keine Lösung der Krise im Euroraum

Genau dies erleben wir gerade - die beklagte Rolle Deutschlands als Zahlmeister der EU und in Folge dieser Wahrnehmung die Verdrossenheit der Bürger in Sachen Europa sind letztlich auch eine indirekte Abwertung der zuvor generierten Einnahmen auf der Basis des deutschen Exportautismus. Interessant im Text ist auch die Analyse des EURO - vielfach wird der EURO immer noch als eine Art Wechselkurssystem wahrgenommen, dabei ist er gerade dafür verantwortlich, dass innerhalb des Euroraumes Korrekturen bezüglich eines Leistungsbilanzüberschusses, wie etwa die Aufwertung der Währung weggefallen sind. Der EURO ist kein Wechselkurssystem - er ist die Währung eines virtuellen Wirtschaftsstaates, dem es an vielen Stellen allerdings noch an notwendigen Stellschrauben mangelt. Genau dies wiederum ist einer der Gründe für die seit langem anhaltenden strukturellen Probleme des Euroraumes - die vorübergehende verbesserung der Lage ist so auch nur durch strukturelle Maßnahmen zu erreichen, nicht aber durch Maßnahmen, die allein auf den Finanzmarkt bezogen sind - die Krise des Euro ist ein Sympthom der Strukturkrise und keine Ursache!

Ein interessanter Bericht also, mit vielen statistischen Informationen: "Den Bann durchbrechen Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2012"

(Update 31.05.2011)

Und wieder ein statistischer Wundermonat dazu der DGB: "Nur noch rund 60 Prozent aller Erwerbstätigen haben ein Normalarbeitsverhältnis". Tja das ist der sogenannte "Lemmingfaktor", den dürften auch einge Kollegen bei Opel zu spüren bekommen.

Da können die Franzosen nicht mehr mithalten, wahrscheinlich, weil sie einfach bisher erfolgreicher als die Deutschen den Rückbau sovieler Rechte abgewehrt haben.

Die Entscheidung in Deutschland wird wahrscheinlich ein Erreger bringen, der neben tausenden Patienten wahrscheinlich auch das Gesundheitssystem früher oder später auf die Intensivstation schicken wird.

 


Es ist im Moment eine Achterbahnfahrt, was bedeutet, dass die Lage viel fragiler ist als angenommen, ach ja - nach den Chaosgerüchten vom Wochenende heute Fakten zu Griechenland - S&P macht Griechenland endgültig zum B-Movie. Gut, dass es die Deutschen gibt, die z.B. ihre Dreckschleudern  in alle Welt exportieren, aber massenhaft Grün wählen, denn wir leben ja in der "post-materialistischen" Ära - lol - BioBrot mit Benzolgeschmack - einfach klasse.

Dank des singulären Ereignisses "Deutsches Wirtschaftswunder" - wg. "Agenda 2010" - muss die Welt sich keine Sorgen machen, denn am Deutschen Wesen wird sie genesen, wie immer. Ups - was wäre eigentlich wenn die Sonderprofite der deutschen Bosse plötzlich weg wären, weil alle Länder der EU ähnlich radikale Systeme fahren würden? Aber nein - ich glaube ausserhalb Deutschlands würde eine derartige Politik auf massivsten Widerstand treffen. Aber da der Deutsche Arbeiter/Angestellte ja nun Griechenland retten wird, kann er bestimmt auch Forderungen an Griechenland stellen - Was wird er fordern? "Ey, scheiss Grieche geh erstma arbeiten neh, wie wir, dann kannse Zirtakie machen." Das Mehr an Steuereinnahmen kann man dann nutzen um die Welt zu kaufen. Ja es ist schon toll - aber wer hat eigentlich was von dem ganzen Hype? Na?? Ja - die nächste Generation zufriedener Bürger.

 

In diesem Sinne hier die Beta-Bauanleitung für einen Deutschen Arbeiter/Angestellten Prototyp - es handelt sich um den "Homo Agenda", sicherlich kann man da noch an einigen Stellschrauben drehen, damit er noch etwas besser arbeitet - der tolle Mann - bitteschön: