Organic Composition: Währungsunion - postmoderner "Staaten" Raum & Mind the Output Gap & Wer nix weiss muss alles glauben

${

Loesung Form Wirklichkeit den Mix.it (
)

}

"Zunächst leuchtet ein, daß der Geldumlauf eine unendlich zersplitterte Bewegung ist, da sich in ihm die unendliche Zersplitterung des Zirkulationsprozesses in Käufe und Verkäufe und das gleichgültige Auseinanderfallen der sich ergänzenden Phasen der Warenmetamorphose widerspiegeln. In den kleinen Kreisläufen des Geldes, wo Ausgangspunkt und Punkt der Rückkehr zusammenfallen, zeigt sich zwar sich zurückbiegende Bewegung, wirkliche Kreisbewegung, aber einmal sind ebenso viele Ausgangspunkte da wie Waren, und schon durch ihre unbestimmte Vielheit entziehen sich diese Kreisläufe aller Kontrolle, Messung und Berechnung. Ebenso wenig ist die Zeit bestimmt zwischen der Entfernung und der Rückkehr zum Ausgangspunkt."

 "Zur Kritik der politischen Oekonomie", S. 85

Karl Marx/Friedrich Engels - Werke, (Karl) Dietz Verlag, 
Berlin. Band 13, 7. Auflage 1971,
unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1961,
Berlin/DDR.

"The increase of productivity, of surplus-value and the accumulation
of capital are all one and the same process.
It implies a more rapid growth of capital invested
in means of production than that invested in labor power.
It involves what Marx called a “rising organic composition of capital."

 [Mattick, Paul: 1955] (10)

"Im System des EURO muss man also historische, rechtliche, politische und ökonomische Analysen mit einbeziehen, die EU ist ein Raum geteilter staatlicher Souverenität und Solidarität, sie befindet sich derzeit in einem Zustand in dem man sie weder als Staat, noch als Staatenbund bezeichnen kann, sie ist ein "Prozess der geteilten Souverenität" der weiter fortschreitet, damit ist sie ein Nationalstaat postmoderner Prägung, oder mindestens auf dem Weg dahin."

"Was ist der "EURO"? Ist er ein traditionelles Wechselkurssystem zwischen unabhängigen Staaten, oder ist er eine Art virtueller "Witschaftsstaat" in einem postmodernen Raum geteilter staatlicher Souverenität und Solidarität?"

swashmärklein.

[ Update 20.01.2012 ]

Durch weltweit billigeres Geld und durch Maßnahmen der EZB konnte das Geld in Spanische und Französsiche Anleihen abfließen, was nicht sonderlich überraschend war, denn die Downratings durch die Ratingagenturen spielen insbesondere für die Politik eine Rolle, an den Märkten sind die Mechanismen wesentlich komplexer.

"Mit der wachsenden Bedeutung des Kredits und der Banken entstand eine spezifisch kleinbürgerliche verkürzte „Kapitalismuskritik“, die sich allein auf das zinstragende Geldkapital fixierte und einen älteren, in den meisten großen Religionen (in der christlichen ebenso wie in der jüdischen und im Islam) verankerten Abscheu gegen das „Zinsnehmen“ aufgreifen konnte."
Robert Kurz, "Die Tücken des Finanzkapitals" Teil1

 




(mal ein Einschub und was ganz anderes: Wer jemals mit Anti-Kapitalistisscher Querfront von Rechts konfrontiert war (nationale-sozialisten, national-konservative), der mache den verkürzten Finanzkapitallackmustest, die werden dann immer braun s.u..


Der Text von Robert Kurz eigent sich hervorragend, denn er bringt die Probleme mit dieser verkürzten Kapitalismuskritik auf den Punkt. Wie es Mattik im Zitat oben sagt, so gilt es heute noch mehr als zur Zeit des "Klöckners von Köln" (Mattik arbeitete bei der KHD AG in Köln-Kalk) - die Prozesse der Kaiptalgenerierung verzahnen sich mehr und mehr - (das Finanzkapital ist keine abgehobene Sonderform, kein besonders "böses" Kapital) im Prozess dieser Verzahning saugen sie politische Macht auf, und setzen neue politische "etaistische" Macht frei, und zwar generell in zwei Formen: Einerseits dringen Märkte immer tiefer in eigentlich marktferne staatliche Institutionen (Neo-Liberalismus, Thatcherismus, Reagonomics, Atari-Democrats) ein, andererseits aber reagiert der Staat mit einer Gegenbewegung und forciert Regulierung und Kontrolle, was dann eben das beschriebene destruktive Kapital der Verwaltung und Überwachung freisetzt, diese beiden Prozesse kommen am Ende wieder zusammen in einer noch stärkeren Verzahnung staatlicher und privatkapitalistischer Interessen bei gleichzeitiger Reduzierung von Demokratie und Transparenz, und fänden einen ihrer Höhepunkte beispielsweise in einer Bank, die wie eine staatliche Legislative und Executive in Einem "Politik" macht, oder in einer, beispielsweise, (juristischen) Verstaatlichung - also der "juristischen Revolution" - die Versubjektivierung, wie sie etwa Marx in seiner Auseinandersetzung mit der Hegelschen Staatstheorie und Rechtsphilosophie sieht - würde so also gerade von jenen forciert, die sie rhetorisch überwinden wollen. Das ist das klassische Dilemma des Reformismus, der sich am Ende als entschlossenster Verfechter des "idealistischen Gesamtkapitalisten" Staat wiederfindet, diese Rolle des Staates als "ordnender Gesamtkapitalist" ist das Hauptangriffsziel der Neo-Liberalen - sie wollen sich selbst organisieren und keine Kontrolle ihrer Geschäfte, was sie im Namen der Freiheit verklausuliert vortragen - indes - dieses Wechselspiel zwischen ordnendem Gesamtkapitalisten und Neo-Liberaler Freiheit charakterisiert die gegenwärtige Phase der Krise. Die EZB versucht hier, da die politische Krise tiefer ist als die wirtschaftliche, zunächst die Rolle des ordnenden Gesamtkapitalisten, ohne allerdings eine Legitimation für diese Rolle über die reine Geldpolitik hinaus zu haben. Diese relativ neue Rolle der Notenbanken wirft direkt Demokratie und Transparenz betreffende essentielle Fragen auf, die unbeantwortet sind, und die oben skizzierten Tendenzen Staat<->Markt beinhalten. Dabei fällt auf:

 

"Paradoxly, then, the post-Washington consensus is able to be unlimited in its gasp over
subject matter precisley because of the narrow limits within wich it is economic-reductionist.
For example, it can deal with the regulation of the financial system, its efficiency and the
protection of shareholders without once mentoning the economical political power, and
structures embodied in a financial system."

Ben Fine, Costas Lapavitsas, Jonathan Pincus,
"Development policy in the twenty-first century
: beyond the post-Washington consensus",
Seite 8,

Routledge,
London, 2003

Damit ergibt sich, dass im Namen der Regulierung, der Markterhaltung, eine eigentlich der Geldpolitik verpflichtete Institution politische Macht "akkumuliert" - was also als Notmaßnahme beginnt, was auch aus linker Perspektive vielleicht sogar interessante Aspekte beinhaltet, wandelt sich zu einer indifferenten privat-staatlichen Mischform, die in letzter Konsequenz, via !Money, Money! Transfer, den privaten Marktteilnehmern, die zuvor beim hochverschuldeten Staat, der durch Spekulation in gefährliches Fahrwasser gerät, "eingesaugte" Macht, indirekt überträgt - und zwar in einer Form, die nicht kontrollierbar ist. Und genau diese Übertragung von politischer -> "political power, and structures embodied in a financial system." <- Macht ist absolut unerwünscht.

Das "Etaistische Rauschen";))


Es geht noch extremer: "Linke Nationalsozialisten" mit ihrer anti.kapitalistischen Rhetorik, welche die eigentliche Nationalsozialistische Führung nur als Rhetorisches Muster benutzte, was im Nationalsozialistischen Deutschland während der "Nacht der langen Messer" (sog. Röhm-Putch) sein jähes Ende, bereitet durch die NSDAP, fand. Eines der besten Beispiele ist nach wie vor A.Paul Weber und seine Arbeiten für die Zeitschrift "Widerstand", die von Ernst Niekisch, der nach dem Kriege SED Mitglied war, herausgegeben wurde. Diese Abbildung beispielsweise formuliert aus der Sicht der "nationalrevolutionären Nationalsozialisten" eine "ultrarechtsradikale" Kritik an Hitler (preußisch-pietistisch-puritanischer National-Sozialismus im Gegensatz zum "barockartig-überbordenden" NSDAP Nationalsozialismus). Sehr interessanter Titel zum Thema ist: "Michael Pittwald: Ernst Niekisch. Völkischer Sozialismus, nationale Revolution, deutsches Endimperium". Die wären dann die extremsten Auswüchse einer verkürzten Kapitalismuskritik, die sehr viel weniger extremen Fehlinterpretationen finden sich allerdings auch im reformistisch demokratischen Lager.




Was man allerdings schon sagen muss, es zeichnet sich das befürchtete "weiter so ..." ab - die Einsätze der EZB Feuerwehr bringen eben nicht mehr als eine Fortsetzung der alten strukturellen Probleme der EU. Damit wird die Krise nicht angegangen, sondern sie wird lediglich überlagert. Die gegenläufigen Tendenzen sehen wir bereits im Interbankenverkehr, der, wie bereits mehrfach angesprochen, ebenfalls nur durch die EZB Tender halbwegs läuft, gleichzeitig aber die Angstkassen bei der EZB prall gefüllt sind. Eine sehr interessante Situation, denn sie zeigt Macht und Ohnmacht der Notenbank als graue Eminenz der europäischen Staatsfinanzierung. 1 2 oder 3.

 

[ Update 17.01.2012 ]

Schon lustig, die Finanzexperten lassen den ZEW springen, wie der Spiegel schreibt u.a. wg. Finanzspritze von 500 MRD durch EZB - die allerdings korrespondieren mit den bei der EZB geparkten 500 MRD - jesses sackra - so ein Wirtschaftswunder. Allenfalls die Hoffnung auf China - aber auch hier schlummern große Risiken im Finanzbereich -> Schattenbanken, zudem ist China ein totalitärer Staat - Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung sind mit Vorsicht zu genießen - für mich ein Rumors Bulle - der letztlich für Fragilität und Volatilität steht. Die realistische Erwartung, die sich hier ausdrücken könnte ist die berechtigte Hoffnung auf billiges Geld, sowie eventuell ein Durchbruch in Sachen Vergemeinschaftung der europ. Schuldenpolitik.

Selbsterfüllende Prophezeihungen? Ein wichtiger Faktor in einer fragilen Situation. Schaut man genau hin - ergeben sich überall extreme - bisweilen eher irrationale - oder sagen wir psychologische Sprünge (was immer das ist), die ihren Hintergrund immer wieder in einer weltweiten Lockerung der Geldpolitik haben, im Bereich der Anleihen profitieren hier bisher ausschließlich sehr kurz laufende Geschäfte. Daneben sind Eckdaten bekannt geworden, die darauf hindeuten, dass einige Unternehmen, wie Nahrungsmittelhersteller bereits eine gewisse Geldentwertung bzw. sonstige höhere Kosten im Produtionskreislauf einpreisen. Die Preisentwicklungen z.B. bei Rohstoffen waren ebenfalls dramatisch und bleiben bisher auf einem hohen Niveau, die Iran Krise sollte besser nicht eskalieren.

Und noch was zum Geldumlauf, wie bereits unten und oben erwähnt der neue Tick (ohne r - diemal kein Buchstabensparen sondern Angstneurosen- Discount) - massenhaft Geld bei der EZB Parken - erstmals in der Geschichte der Notenbank über 500 Milliarden Euro - fragt sich woher das Geld kommt, ganz ketzerisch: Biegt man den Geldkreislauf folgendermaßen zurück - Billige Tender bei der EZB kaufen, die bereit gestellt werden, damit die Banken sich gegenseitig weiter Geld leihen, dann dieses Geld nehmen und bei der EZB parken, um die Kriegskasse zu füllen - dies ist natürlich nur eine Vermutung, und trifft sicher nicht zu - denn: "(...) aber einmal sind ebenso viele Ausgangspunkte da wie Waren, und schon durch ihre unbestimmte Vielheit entziehen sich diese Kreisläufe aller Kontrolle, Messung und Berechnung."  "Zur Kritik der politischen Oekonomie", S. 85 Karl Marx/Friedrich Engels - Werke, (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 13, 7. Auflage 1971, unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1961, Berlin/DDR. Und ja - das Geld ist knapp - niemand hat noch was und alle müssen sparen. Übrigens ein sehr anschauliches Beispiel was passiert, wenn man die Notenbank in die Rolle eine Notfinanzierungsstelle drängt, weil die Politik nicht bereit ist sinnvolle Maßnahmen zu etablieren.

Die EZB ist in jedem Falle die Graue Eminenz - "The European Crisis in 2012, Stratfor" - hinter all den Strömen, Flüssen und sonstigen Ergüssen - hätten wir Finanzdikatatur - kein Problem - wir haben aber eigentlich Demokratie, dachte ich jedenfalls.

[ Update 17.01.2012 ]

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti fordert mehr Hilfen von Deutschland - er gibt an Deutschland (bzw. Teile Deutschlands) habe am stärksten vom Euro profitiert, was nicht von der Hand zu weisen ist. Es wird Zeit - alles ausser Bonds und Machtverlagerung nach Straßbourg um zu einer gemeinsamen Schuldenbewirtschaftung zu kommen, um nachhaltige Strukturprogramme ohne Umgehung demokratischer Spielregeln aufzulegen, wird ausgehen wie das Hornberger Schießen - nur sehr viel teurer. Allmählich erinnert mich die Verweigerungshaltung Berlins an meine eigene Pubertät - da war ich mal trotzig und radikal - nun im Alter bin ich sehr gemäßigt und nachsichtig.

Notenbank kann es natürlich auch richten s.u. - allerdings - man hat keinen Einfluss auf die Kapitalströme, die so ausgelöst werden - eine Kopfgeburt der Ökonomen.

[ Update 16.01.2012 ]

Ratingagenturen beschneiden, verbieten - alle verhaften - ja - gut - ich mein - klasse - kann jetzt eh keiner mehr leiden - Voulez vou couche avec moi? - aber das löst das Problem auch nicht, insbesondere nicht ohne die USA - solange sich die US Kapitalströme an den Ratings orientieren - Quelle poisse! - die Spkulationen gegen EuroStaaten werden nur durch gemeinsame Schulden, die politisch aus Straßbourg bewirtschaftet werden zunächst mal verhindert - Nein, Nein, keine Sorge das sind keine Bonds - das ist ein Schatz, Goldschatz. Le jeu est en place!

[ Update 16.01.2012 ]

Derweil schlägt EU-Währungskommissar Olli Rehn den nächsten Fond vor, diesmal mit Eigenkapital, also nicht, wie der EFSF ohne - dumdidumdida - zählt noch jemand mit? Sollte nicht im März der ESM kommen?

 

[ Update 16.01.2012 ]

Es gab von Anfang an nur eine sinnvolle Lösung - und die heisst EURO BONDS inklusive komplette Machtverlagerung an das europäische Parlament, also ein europäischer Staat - dieser hätte vor der Einführung des Euro gegründet werden müssen. Nun sollte man einen Krisenstab einrichten, der z.B. in Deutschland aber auch in anderen Ländern den Prozess der Einführung von Bonds überwacht. Alternativ wird die EZB eine Zinskipplung einführen, also Staatsanleihen bis zu einem gewissen Zinsniveau aufkaufen - dies aber wäre eine nicht zu kontrollierende Notmaßnmahme, die Geldströme gingen indirekt an Banken, die damit machen können was sie wollen. (Bzw. sie kaufen toxische Staatsanleihen, die sie bei der EZB eintauschen können - oder - ganz neuer Tick - Tender von der EZB beschaffen und wieder an die EZB geben als Sicherheitseinlage, der "Safe" der EZB platzt hier mit über 430 MRD bereits aus allen Nähten. ;))

Entgegen der Behauptungen einiger Vertreter der mittelständischen und kleineren Industrie wäre ein Zusammenbruch des Euro noch dazu in einer rezessiven Weltmarktlage nicht verkraftbar. Es würde ein neues Wechselkurssystem, ähnlich Bretten Woods etabliert werden müssen. Eine "Neu D-Mark" würde ins Unermessliche aufwerten, ebenso ein "Nord Euro", die deutsche Exportwirtshaft stünde über Nacht vor dem Aus! Aus hieße einen gesamtwirtschaftlicher Rückgang - deflationäre Rezession - von mindestens 7,5% - dies bedeutet an die 6,5 - 8 Millionen Arbeitslose (+Statistikverschwinder)- ebenfalls über Nacht - Deutschland würde zur deindustrialisierten Zone. Relevante Großindustrien, von der die Mittelständler abhängig sind, würden sofort nach China, USA oder Timbuktu verschwinden, es bliebe ihnen auch nichts anderes übrig.

Das sind vorsichtige künstlerische Schätzungen. Daneben sieht der Vertrag von Lissabon zwar erstmalig ein Austrittsrecht vor, dennoch sind die rechtlichen Fragen extrem komplex - dies wäre keine Lösung sondern eine ökonomische Katastrophe - es wäre eben das Scheitern des EURO und damit das Scheitern Europas.

( Die politischen Folgeschäden sind schon jetzt überhaupt nicht absehbar - deshalb hätte die deutsche Opposition, (mit Ausnahme die "die Linke") wie die französsische, Merkels falschen Rettungsbemühungen auf keinen Fall zustimmen dürfen, dann wäre, auch aufgrund der Unsicherheit in der Koalition, seinerzeit, längst ein anderes Setting gegeben - niemals hätten Merkel und Sarkozy ihre Show derart lange fortführen können. Einer der schwerwiegendsten taktischen Fehler der Nachkriegsgeschichte. Jetzt sucht man zudem noch das Heil in der großen Koalition. So steht Deutschland ohne glaubwürdige Opposition da - in einer Situation in der nichts so nötig wäre, wie ein großes Gegengewicht zu Merkels nationalistischem Kurs - ein Fiasko. Sozialunion - eines der elemtarsten europäischen Ziele der SPD wird verramscht. Wenn Sarkozy nun schlau ist - dann rückt er von Merkel ab - und schließt sich der Kommission und ihren Bonds in der 4. Variante an (MaximalBonds) - dann ist Merkel endlich da wo sie mit ihren finanzialisierenden Sparorgien und abenteuerlichen Konstruktionen hingehört -> in der totalen Isolation (bzw. mit Dingens - Mutter der Nation - auf Rentierjagdt in Finnaland -> auf der Suche nach dem Goldpfand), und Sarkozy hätte den Hauch einer Chance die Wahlen doch noch zu gewinnen. ;) )

Wer einen Austritt aus dem Euro vorschlägt, suggeriert den Menschen irgendwas wäre ohne Euro besser - und er suggeriert den Menschen es könne keine solidarische Lösung geben, dies ist höchst gefährlich, denn ein Zurück zu kuscheligen D.Mark Zeiten wird es nicht geben, das ist pure Nostalgie - die Globalisierung lässt sich um keinen Preis der Welt zurückdrehen - aber sie ließe sich anders gestalten. Entweder es werden EURO Bonds eingeführt - sofort - oder die EZB druckt Geld - alle anderen Rettungsmaßnahmen sind keine weitere Überlegung wert (und waren es nie). Und es muss schnell gehen, mit einem parteiübergreifenden Krisenstab. Merkel muss die anderen Parteien ins Boot holen - wir haben einen (inter)nationalen Notstand. Die Berliner Verantwortlichen sollten entsprechend handeln.

Das was Europa braucht ist Solidarität - derartige Vorschläge - die ich hier bewusst nicht verlinke, aber davon ausgehe, jeder weiss was gemeint ist, gefährden gerade diesen Aspekt der Solidarität - indem sie den Leuten weissmachen, wenn man einen Keil zwischen die Länder Europas triebt, könnten sich Einzelne retten - dies beschleunigt allerdings einfach nur den Spekulatiuonssog.

Buy on rumours, sell on facts & Le nationalisme, c est la guerre & Kurs-Yoga & Swash-Mark & Neu: Save the Day with Die Rote Null

Wenn gewisse national veranlagte Kreise in Deutschland hier weiter Oberwasser bekommen, dann sollte man eine NATO Intervention nach bewährtem Vorbild durchführen - einmal muss Schluss sein. Das Risiko wäre gering - denn verglichen mit dem Irak oder Afghanistan oder dem Iran ist Deutschland eine demilitarisierte Zone - wenn die neuen freiwilligen Soldaten den Schießbefehl erhalten winken sie erstmal mit dem Arbeitsvertrag und rufen dreimal laut "VERDI" - bevor in irgendeiner Kaserne die Alarmglocken klingeln - haben die Amis alles besetzt. Ein Spaziergang.

Ich habe es immer gesagt - das geht nicht gut - die DDR (ihre "blühenden" deindustrialisierten Zonen, Niedriglohnistan, Prekäristan, ihre hübsch sanierten menschenleeren Käffer mit einen Ausländerinnenanteil von unter 1% aber vielen "NeoNazis", stehen, wie auch die Flucht von Millionen jungen Menschen in den "Westen", allerdings genau für das was auch dem "Westen" blüht wenn der Euro crasht.) hätte unbedingt ein selbstständiger demokratischer Staat werden müssen (Slowakei/Tschechien), und der 4 Mächte Status für Berlin und den Rest der BRD hätte niemals schon damals aufgelöst werden dürfen - man darf die deutsche Bourgeoisie nicht von der Kette lassen, sie treiben einen Keil zwischen die Länder Europas, um am Ende als Großmacht dazustehen. Pentagon bitte übernehmen bzw. eine andere Lösung haben wir auch noch - aber ach - wo ist Lenin? Bitte melde dich.

#


Der Reichsarbeitsdienst marschiert - wohin? Dumme Frage - zur Autobahn. Für wieviel? Für lau - Denn Arbeit ist mein Leben. Wo ist die Gewerkschaft? Im KZ. Oder - von der Ausweitung der Beschäftigung - denn damals gab es keine Arbeitslosen und die Straßen waren sicher, soweit es keine Luftangriffe gab - dann waren sie sehr unsicher - aber nur von oben.

 

Bild: Bundesarchiv, B 145 Bild-P021658 / Frankl, A. / CC-BY-SA

 

 

[Update 29.09.2011]
Auch Barroso hat Stellung bezogen und mahnt mehr Macht an Straßbourg zu geben. Endlich muss das wirklich wichtige Parlament Europas zum Krisenmanager werden, nur dies wird die Eurokrise lösen können. Zudem kündigt er eine Finanzmarkttransaktionssteuer an - hier gibt es viele Unwägbarkeiten, so muss man abwarten, wie die Ausgestaltung der Abgabe aussehen wird. Insbesondere müsste man versuchen die USA in Boot zu holen, in Zeiten digitalisierter Daten und Kapitalströme wäre es Naiv allzuviel von einer Steuer zu erwarten, wenn sie nur in der EU kommt, daneben müssten Regulierungen erfolgen, erst danach stellt sich die Frage was dann überhaupt noch besteuert werden soll. Es bleibt zu hoffen, dass die EU und ihr Parlament den nationalistischen Zirkus auch zwischen Berlin und Paris endlich beendet.

Seltsamerweise ist nach dem "Spiegel" Spekulationsgerücht viel von praktisch jedem Ökonomen zu Griechenland und dem Euro erzählt worden, indes bei den Politikern ist es seltsam ruhig in dieser Frage.

 Offensichtlich ist das Gebiet der Ökonomen und insbesondere der Makroökonomen eine wirtschaftliche Modellwelt, mit klar festgelegten Strukturen und Eckdaten, aus denen bestimmte Aussagen resultieren.

Nichts ist dem Ökonomen, besonders dem Makroökonomen, fremder als  "Chaos", fremder als ein "Rhizom" chaotischer und widersprüchlicher Interessen - eine hybride politische und historische Matrix.

Ein reines Wechselkurssystem, wie wir es zwischen den Währungen der Nationalstaaten hatten, ist der EURO nicht. Damit ist nicht gesagt, dass es nicht Leute gibt, die sich den EURO sogar NUR als Wechselkurssystem wünschen.

Der EURO aber ist vielmehr Teil eines Netzes der europäischen Einigung, damit war er von vornherein mehr als ein formal logisches und lineares Wechselkurssystem zwischen traditionellen Nationalstaaten.

Der EURO ist also als ein Teilschritt der europäischen Einigung zu verstehen, er erfolgte nachdem auf vielen anderen Ebenen bereits Schritte in Richtung der "Vereinigten Staaten von Europa" vollzogen waren. Somit folgte und folgt das Handeln der Regierungen im Bezug auf den EURO nicht allein ökonomischen Interessen, vor allem dann nicht, wenn diese ökonomischen Analysen auf der Annahme beruhen, der EURO sei ein Wechselkurssystem. 

 

[ Update 12.01.2012 ]

Im System des EURO muss man also historische, rechtliche, politische und ökonomische Analysen mit einbeziehen, die EU ist ein Raum geteilter staatlicher Souverenität und Solidarität, sie befindet sich derzeit in einem Zustand in dem man sie weder als Staat, noch als Staatenbund bezeichnen kann, sie ist ein "Prozess der geteilten Souverenität" der weiter fortschreitet, damit ist sie ein Nationalstaat postmoderner Prägung, oder mindestens auf dem Weg dahin.

Innerhalb dieses Raumes bedeutet die "Schwäche" eines Bindegliedes - eines Knotens - eines Teilclusters - Griechenland - also nicht die Schwäche/überzogene Stärke einer "nationalen" Währung, mit den entsprechenden Modellen, sondern sie ist mehr.

Theoretisch ist damit alles gesagt - es existieren derzeit keine ausgereiften "Modelle" eines solchen neuartigen "Staatensystems" um Aussagen zu der Entwicklung der gemeinsamen Währung zu treffen, da die alten Wechselkurssystemmodelle aber immer den Nationalstaat alter europäischer Prägung voraussetzen, werden sie im Hinblick auf den Euro versagen.

Manche Ökonomen verzweifeln darüber, dass ihre Modelle nicht funktionieren wollen, wenn sie also versuchen den EURO als Wechselkurssystem zu beschreiben, dann müssen sie zu dem Ergebnis kommen, dass er kein funktionierendes Wechselkurssystem ist, da sie an den alten Modellen festhalten, "erfinden" sie die Möglichkeit eines einfachen Ausstiegs, was ihre Modelle als nicht passende Schablone der "Wirklichkeit" überstülpt. Das alles entscheidende also ist die Frage nach der Definition - Was ist der "EURO"? Ist er ein traditionelles Wechselkurssystem zwischen unabhängigen Staaten, oder ist er eine Art virtueller "Witschaftsstaat" in einem postmodernen Raum geteilter staatlicher Souverenität und Solidarität?

*

Damit - steht der EURO - allerdings in Teilbereichen auch für eine Verzahnung von Finanz&Realwirtschaft, das ist aber sowiso ein Trend. Anders formuliert - "Ohne Aktenzeichen aus Brüssel fließt kein Cent".
In der FAZ ist heute ein interessantes Interview erschienen. Vielleicht gibt es einen "MoneyCredit Turn" ;) [ Im Interview: Otmar Issing „Frühe Zinserhöhungen bekämpfen Spekulationsblasen“, FAZ, 18.05.2011 ] in der bürgerlichen Ökonomie?