" (...)for the issue to bring energy in a full sense to a european level (...)"
Guenther Oettinger, EU-Kommissar für Energie
Wir schauen mal weiter was es für Chancen und Risiken in Sachen "Green Corporation" gibt:
Interview mit Ex-SAP-Chef Henning Kagermann , Plattform Elektromobilität
Damit Manta Paule nach Lesen des Interviews keinen Nervenzusammenbruch bekommt - und in einer Übersprunghandlung erstmal 129 Liter im Leerlauf verbrät um sich zu vergewissern, dass es ihn noch gibt - den Stinker - hier ein Vorschlag zur Güte:
Da mir heute noch einer von dieses Riesenschlitten aus D-Land mit Doppelauspuff und so richtig "Roaaaaaar" über den Weg fuhr, und ich auch den regelrecht glücklich, verzückten Chauffeur in seinem Spielzeug sah, muss ich sagen, man darf die psychologische Komponente des Verbrennungsmotors wohl nicht unterschätzen - erotisierende Vibrationen, deftig rumorender Anzug, zwei Auspüffe, Durchmesser je etwa 25 Zentimeter, das rythmische Schlagen der Kolben, der pralle Gangknüppel, der Benzingestank den die Karre wie ein Nebel hinter sich her zieht, gut, ich mein, das sind alles gewisse Emotionsprothesen, die wahrscheinlich mit Verantwortlich sind, für die Entwicklung derartiger Fahrzeuge. Deshalb muss man bei der Entwicklung des Elektroautos unbedingt an Sounddesign, Vibratoren, Kolbenschlagen etc.pp. und auch an einen simulierten Benzingestank denken. Daneben macht es wohl Sinn, diese Fahrzeuge mit einer Art "Tank" auszustatten, also die Ehefrau lädt dann mit der Steckdose (heimlich), aber ich vermute mal der Mann, der will weiter an die Tankstelle, schon wgegen des Einfüllstutzens, und weil ja an der Tankstelle Showtime ist, wenn dann dort nur benzinparfürmiertes Wasser in einen Behelsftank gefüllt wird, dann kann man das, quasi inkontinenzmäßig, tröpchenweise unterwegs verlieren. Dem Elektroaggregat kann man die Form eines V7928 II KWZ . jU geben - der merkt den Unterschied garantiert nicht.
Die Frau kauft den Wagen und erzählt dem Mann es handele sich um einen guten deutschen Benziner, der Alte wirds glauben, entsprechendes Produktdesign vorausgesetzt. Dieses Produktdesign ist komplex und schafft sicher viele, viele Arbeitsplätze, zusätzlich, denn abgebaut werden müssen durch die Umstellung auf Elektro ja sowiso keine. Auch die Zubehör- und Tuningindustrie kann in völlig neue Rekordbereiche vordringen.
So kriegen wir noch den letzten Almöhi auf seinen Elektroschlitten, ohne dass er es überhaupt merkt - und alles wird gut.
(Update 18.05.2011)
Hier | Hier | Hier | Hier | und weiter unten bei der Frage "was wird aus Wüsten durch Klimawandel" ging es um Klimawandel als sozio-ökonomisches Phänomen - es ging auch um die ewige Apokalypse - damit um die Verselbstständigung der Interpretation z.B. durch Medien - nun lief heute auf Arte ein Film in dem es im wesentlichen um die "Apokalypse" Waldsterben ging, ab Minute 34:02 (Schön - mit Dompanorama! Und warum sieht der Zaun der Forschungsstelle Afrika aus wie die EU Aussengrenze von Morgen?) geht es um ein seltsames Phänomen in der Sahara und anderen Wüsten, wir meinen hier insbesondere das Interview mit Dr. S. Kröpelin. Und wie immer: Schnell Schnell - denn sonst isses weg.
Alle freuen sich über das tolle Wirtschaftswunder, was vor allem durch Steuergelder für die alten Industrien ausgelöst wurde, in den Taschen nicht wirklich ankommt, den Sozialversicherungssystemen (aber manche verteilen das Fell des Bären mal wieder bevor er erlegt ist - eine Endlosschleife der Politikmuster.) wenig bringt, in der Form die Inflation beschleunigt und als Nebeneffekt das alte "Dinousaurierwachstum" betont - und gerade deshalb wichtige Innvoationsschritte eher blockiert - aus einer rein quantitativen kurzsichtigen Wachtumsideologie müsste mindestens ein "Qualitatives" und "Innovatives" Wachstum werden. Gerade im so wichtigen Bereich der alten Verkehrslösungen scheint es noch zu haken, wie der WWF mitteilte und Heise meldete.
Zum Beispiel: "NPE-Bericht: Keine Subventionen, keine E-Autos".
Als Nachtrag zu dem älteren Eintrag hier nun ein Bericht des Spiegel zu Planungen der Bundesregierung rund um das "EEG" Erneuerbare Energien Gesetz - ganz klar zeichnet sich ab, dass hier die Lobby der alten Großkonzerne mitschreibt - wie auch unten im Text erläutert muss die Umstellung auf erneuerbare Energien an einen tirfgreifenden Strukturwandel geknüpft werden, der kleine deszentrale Lösungen, auch für die großen Städte bevorzugt.
Hier erstmal ein Link zu einem älteren [ Text ] - der anhand einer schon älteren Kunstaktion der Frage nachgeht, in wie weit der Klimawandel vor allem ein ökologisches- oder eher ein soziales Problem ist, bzw. wo liegen die sozialen Aspekte des Ökologischen.
So, nun haben wir zwei weitere Beispiele herausgesucht, die zeigen wie alternative, oder regenerative Energie von Energiemultis zentralistisch eingesetzt wird - kann es einen "grünen" Kapitalismus geben?

Auch auf die Gefahr hin ein wenig "klugscheißerisch" zu wirken hier mal die Info, dass Energie, in unserem Falle "Strom", nur deshhalb produziert wird, weil er ein ganz normales Produkt ist, wie viele andere Produkte auch.
Da Strom derzeit auf einem internationalisiertem Markt gehandelt wird, verhält es sich mit ihm wie mit allen anderen Produkten, er wird ausschließlich produziert um damit Profite zu machen.
Ein besonderer Aspekt des "Strommarktes" ist es, dass er vor allem zwei "Stromprodukte" kennt: Bandstrom, der dauernd ins Netz eingespeist wird und "Spitzenstrom" der nur in besonderen Spitzenzeiten eingespeist - eingekauft - wird.
[Wiedermal das Augenmerk auf dem entscheidenden Business to Business Bereich, der ist viel wichtiger als der Business to Consumer Bereich - man sollte da die End-"Verbraucher" mit ihren paar Glühbirnen wirklich nicht überschätzen.]
Das sind zunächst mal simple Tatsachenfeststellungen. Bis hier hin, übrigens, ist es völlig egal aus welchen Quellen der Strom kommt, für uns ist bis hier hin wichtig:
1. Strom ist ein Produkt,
2. Strom wird zentral produziert,
3. Strom wird international gehandelt.
Fieser Strom kann aus einem Atomkraftwerk, einem Kohlekraftwerk, einem Solarpark, einem Windpark oder aus großen z.B. alpinen Wasserkraftwerken kommen, in dem Moment in dem der Strom vorhanden ist, und Produkt ist, koppelt er sich objektiv von den technischen Bedingungen seiner Produktion ab, und betritt als Produkt den kapitalistischen Warenmarkt.
(Soweit keine umfassenden gesetzlichen Sonderwirtschaftsformen für den (Energie-)Strommarkt festgelegt werden, werden übrigens die zentralistisch und arbeitsteilig operierenden EnergieCorporations deszentralen und nachhaltigen Projekten immer überlegen sein, völlig egal um welchen Kraftwerkstyp es sich handelt.)
1. Kohle-Öl- und Atomstromveredelung mit Hilfe der Pumpspeicherung - Gewinnmaximierung im Namen der "Ökologie"
Es ist bekannt, dass die Alpen ein Wasserspeicher sind, dass die Wasserkraft und ihre Stauseen eine große Rolle im Wirtschaftsraum Alpen spielen.
Hier hat es allerdings seit den 80er Jahren eine Entwicklung gegeben, die wie kaum eine andere geeignet ist zu zeigen, dass Strom ein ganz normales Produkt ist.
Ursprünglich wurde aus der Wasserkraft in den Alpen, ebenso wie in anderen Kraftwerkstypen ganz normaler Bandstrom produziert - das traditionelle Turbinenwasserkraftwerk. Vor allem in Frankreich und in Deutschland wurde aber kaum auf die Wasserkraft als Bandstromproduzent gesetzt, es entstanden vor allem Atom(Frankreich) und Kohlekraftwerke in den Ebenen.
Nun bot es sich an die Wasserkraft der Alpen durch einen neuen Kraftwerkstyp ganz anders zu nutzen - es entstanden sogenannte "Pumpspeicherkraftwerke" die Bandstrom "kaufen" um mit Hilfe von Pumpen Wasser in hochgelegene, z.B. Alpentäler zu pumpen, dort, in den Speicherbecken, wartete das Wasser dann darauf zu "Spitzenstrom" veredelt zu werden um einen deutlich höheren Preis zu erzielen, als es der ordinäre "Bandstrom" aus Atom-Kohle-Öl-Kraftwerken täte.
Durch diese neue "alternative" Wasserkraftnutzung sind auf einmal ganze Alpen Hochtäler, die in einer besonders sensiblen Biosphäre liegen, interessant für die Nutzung von "Wasserspeicherkraft".
Dies ist also nicht nur eine ökonomisch äußerst effektive Kopplung von Atom-Kohle-Öl-Wind und Wasserkraft, sondern macht die alternative Wasserkraft zu einem großen Problem für den sensiblen Alpenraum. Dennoch wird für diesen Pumpspeicherkraftwerkstyp mit eine völlig absurden "ÖkoLinie" geworben, die beteiligten Unternehmen geben sich einen offensiv-aggressiven "Ökoanstrich". Überregional bekannt geworden sind vor allem die Auseinandersetzungen um das Grimselkraftwerk oder das Bernina Kraftwerk.
Wer mehr zu dieser Problematik, die sich verallgemeinern lässt, wissen will, der kann z.B. Bätzing, Werner, "Die Alpen", lesen.
"Ein echtes Problem bei Kraftwerken in Nordafrika ist die politische
Stabilität der Länder.
Da elektrische Energie nicht gespeichert werden kann,
wäre die Abhängigkeit von den Ländern noch wesentlich größer
als
heutzutage die Abhängigkeit von Öllieferanten.
Die politische Stabilität
sei daher die wichtigste Voraussetzung
für eine Investition, sagt
Jeworrek."
DiePresse, 400-Milliarden-Solarkraftwerk in der Sahara, 16.06.2009
Ja, so ist das - wir können uns die wunderbaren hübsch gestyleten Werbeflyer für den den ÖKO-Strom aus der Sahara bestens vorstellen, wahrscheinlich sieht man einen Deutschen Wald, durch den eine Familie mit Kindern und Hund im Weekendfeeling streift, das Sonnenlicht bricht sich in dem zwischen den alten Eichenstämmen aufstegenden Dunst, darunter: "Wir haben verstanden - The Green Company".
Das Areal des Solarkraftwerks wird übrigens dann vielleicht von einer privaten Söldnertruppe überwacht, und wurde zuvor von der UN zur Sonderzone erklärt, die es direkt der Verwaltung der EU Energiebehörde unterstellt.
Update 14.04.2011: Auf 3sat lief ein "Image-Film" über die "Desertec Foundation", der die Argumentationslinie der Befürworter vorgibt, und dementsprechend die politischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen des Saharastroms ausblendet. Die rethorischen Fragen, die offen bleiben, sind vor allem:
1. Welche Löhne werden den einheimischen Arbeitern gezahlt, die die Anlagen aufbauen?
2. Wie sieht es mit ihrer sozialen Absicherung aus?
3. Wie konkret soll der "Sahara Strom" gehandelt werden, an einer Strombörse?
4. Warum sind es zentralistische Projekte, die maßgeblich von den alten Corporations vorangetrieben werden, und logischerweise von diesen favorisiert werden?
5. Ist die zentralistische Kraftwerksform tatsächlich nötig, oder ist sie nur erforderlich um Strom weiter als Handelsware zu verkaufen, weil eine dezentrale Produktion SOFORT ein komplett anderes Wirtschaften in Sachen Strom hervorbringen würde - ohne die alten Dinosaurier des Energiemarktes?
6. Wieviele Arbeiter sind beschäftigt, wenn ein Solarkraftwerk (Parabolspiegeltyp) einmal in Betrieb ist? Kann man sie vielleicht von Europa fernsteuern?
7. Wie kommt der Strom nach Europa? Wie sieht die CO2 Bilanz aus, wenn man alle erforderlichen Maßnahmen zum effektiven Betrieb mit einberechnet, und ich meine ALLE? Also auch die Neonröhren und Computer in den Verwaltungen der Corporations und Strombörsen, genauso wie die erforderliche Energie für die Steuerungstechnik und das Leitungsmangement und den Leitungsbau, da der Strom von Energie- und Versicherungskonzernen angeboten werden soll, muss man auch die übrige Bilanz dieser Giganten in die Berechnungen mit einbeziehen.
8. Was bleibt vom operativen Geschäft bei den jeweiligen Ländern tatsächlich hängen, und wie werden die Einnahmen verteilt?
9. Findet auch ein Technologietransfer statt, so dass die jeweiligen Länder auch in Eigenregie derartige Energiequellen erschließen können, oder bleibt das Know-How im Westen, vielleicht durch Patente?
10. Werden vor Ort Produktionsstätten für Kraftwerkskomponenten errichtet, oder wird lediglich vor Ort montiert, aber in Europa produziert?
11. Erwecken derartige Modelle die Vorstellung wir könnten weiter mit Energie nur so um uns schmeissen, weil wir ja bald wieder eine unerschöpfliche Quelle haben?
12. Die Stromproduktion ist lediglich ein Aspekt, der den Klimawandel hervorbringt, es gibt viele weitere Probleme, die sich durch derartige Projekte nicht lösen lassen, gerade auch weil sie zentralistisch sind, und sich ausschließlich auf elektrische Energie beziehen, wie kann man dezentrale Projekte realisieren, die auch auf der Ebene der Konsumprodukte ansetzen - z.B. das Solarradio braucht auch keinen Saharastrom?
13. Sind derartige Projekte nicht gerade eine Innovationsbremse, wenn es darum geht auf der Ebene des Konsums neue und innovative Schritte zu gehen, warum sollten Konsumgüterproduzenten hier zu Innovationen kommen, wenn Energie angeblich wieder endlos zur verfügung steht?
14. Warum sollte man sich in eine Abhängigkeit von Energiekartellen begeben, wenn man ebensogut den Weg gehen könnte, dass jedes Haus - jede Fabrik - jedes Bürohaus - OHNE ANBINDUNG AN EIN STROMNETZ AUTONOM VERSORGT WERDEN KANN?
15. Andere Kraftwerkstypen können zum Beispiel auch Fernwärme erzeugen, wie ist dies im Falle der Solarspiegelkraftwerke? Sind sie reine "Dynamos" - oder können sie mehr?
16. Das Problem des Klimawandels ist vor allem ein soziales Problem, ein Problem, dass auch dadurch akut wird, dass viele Flächen z.B. in der Nähe von Gewässern versiegelt sind, dass große Städte in Überflutungzonen liegen und sowiso vollkommen falsch und menschenfeindlich gebaut wurden.
Es gibt massenhaft ökologische Probleme, die ebensogut das Leben und die Gesundheit von Menschen gefährden wie der Klimawandel. Man denke zum Beispiel an den Film "Plastic Planet", damit an die Chemische Industrie, toll die "Acrylester-Styrol-Acrylnitril Gummiente" wird nun mit Saharastrom hergestellt - es geht nicht um den "Untergang der Erde" - sondern allenfalls um den "Untergang der Menschheit" (im wörtlichen Sinne), denn so "reaktionär" sich das auch anhört - Klimawandel hat es immer gegeben - die Erde wird es überleben, wenn auch in anderer Form.
Wir brauchen da nicht so tun als ob wir irgendwas in Sachen Klimawandel nicht ausschließlich für die Menschheit machen würden. Das fast in Vergessenheit geratene Ozonloch ist dieses Jahr so groß wie nie, hat aber völlig andere Ursachen als der Treibhauseffekt, beeinflusst ihn aber und umgekehrt. "Sommersmog" - was ist also von einer derart einseitigen auf den Energiemarkt ausgerichteten "Ököstrategie" zu halten, die darüberhinaus noch von Unternehmen verfolgt wird, die an anderer Stelle keinerlei Probleme haben ziemlichen Unfug zu treiben - ist sie nachhaltig? Ist sie glaubwürdig?
17. Auch die Wüste ist eine Biosphäre in die der Mensch nun erstmalig großflächig eingreifen will, wir wissen NICHTS über die Folgen, die diese Eingriffe, wenn sie massenhaft stattfinden, haben werden. Was ist Wüste im globalen Biosphärenkontext überhaupt für ein Raum?
18. Welche Veränderungen bringt der Klimawandel für die Wüsten? Wird es dort vielleicht mehr regnen? Wird es zu einer Zunahme von Wolken kommen? Man weiss es nicht wirklich!
19. Welche Argumente sprechen eigentlich gegen eine radikale Favorisierung dezentraler und regionaler Lösungen?
20. Die Desertec Ideen sind über 20 Jahre alt, in wie weit reflecktieren sie dennoch eine neue multipolare Weltordnung mit völlig veränderten politischen Vorzeichen, oder reflecktieren sie diese Veränderungen gerade nicht? Die Leitungen kommen vielleicht via Gibraltar und Spanien nach Europa, was ist wenn die EU in der derzeitigen Form nicht mehr existiert? Das ist das alte Pipeline Problem.
21. Die Liberalisierung der Strommärkte hat dazu geführt, dass das Zentralismusproblem der Stromwirtschaft, was vor allem für die Verbraucher ein Problem ist, verschärft wurde. Strom als Handelsware - in wie weit trägt z.B. Desertec, im Namen der Ökologie, zu einem Neo-Liberalen Energiekonzept bei, und verschärft die globale Konkurrenz um elektrische Energie?
22. Wie ist es um die Speicherbarkeit dieser Energieform bestellt, muss sie sofort verbraucht werden, oder benötigt man eine Form von Batterien, die wiederum mit Punkt 16 korrespondieren würden?
23. In wie weit handelt es sich bei derartigen Argumentationen um den durchsichtigen Versuch die soziale Frage von der ökologischen Frage abzukoppeln - hm, was? Und warum muss man die Ökologische Frage von der Sozialen abkoppeln, um wieder eine zentralistische Energiebewirtschaftung zu erreichen - ich mein warum geht der Strom nicht nach Süden, von der Sahara aus gesehen, weil die Afrikaner im Süden den Strom aus dem Panelkraftwerk nicht bezahlen könnten? Kann ihn Marokko, Ägypten, Algerien, Tunesien oder gar Libyen bezahlen? Fragen über Fragen - schau doch einfach mal in die Kristallkugel - die grün schimmernde vom hinteren Regal im Fichtenholzschrank.
24. Und das Wasser - wenn es in den Wüsten doch nicht regnet? Oder ein Sandsturm - muss man die Panel da hinterher reinigen?
25. In wie weit führen derartige Projekte dazu, dass wir weiter in einer menschenfeindlichen Welt der Corporations leben, dass die Unterdrückung aber etwas weniger Co2 benötigt?
26. Desertec und ähnliches ist punktuell gedacht, als ein in sich geschlossenes Projekt, es ist nicht systemisch, nicht chaotisch und poststrukturell - es ist "anti-rhizomatisch-baumartig" hergeleitet, es ist altmodisch. Es reflektiert damit eine Philosophie der alten dualistischen Moderne, die ihre Unfähigkeit die multipolar vernetzten neuen Systeme zu greifen mehrfach, wie zum Beispiel jüngst im Bezug auf Libyen, demonstriert hat. Aber ob Philosophie und Denken die Sonnenmelker interessiert - dahinter mache ich ein großes Fragezeichen, denn es geht vor allem um eins: Strom muss weiter ein gewinnbringendes Produkt bleiben, damit einige Wenige damit enorme Gewinne machen, dies wird vor allem in Deutschland nur funktionieren, wenn es gelingt das Image in Richtung "Ökologie" zu verbessern.
27. Wer sich mit der Geschichte des Kolonialismus und Imperialismus auskennt, der dürfte bei einigen Argumenten im "Drei Sat Film" geschmunzelt haben, vor allem als die lebensfeindliche Wüste und der arme Beduine vorgestellt wurde, der mit seinem Land garnichts anzufangen weiss, und deshalb dringend der Unterstützug der alten Kolonialmächte bedarf, um aus seinem Boden etwas Nutzbringendes zu machen. Ha, Ha, Ha.
28. Was sagt es über die Energiekonzeptuierung von "Greenpeace" aus, wenn es diese Bestrebungen unterstützt?
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Ja, Ja, es wird vermutlich nicht lange dauern, bis aus dem "Krieg ums Öl" die ersten "Öko-Kriege" entsstehen, nochmal unser kleiner Witz:
"Was richtet ein ÖKO-Bomber für Schäden an?" "Hauptsächlich BIO-Hackfleisch."
Ende der Durchsage.
[Noch ne Nachdurchsage: Wie es um Arbeitnehmerinnen Rechte und Löhne etc. bestellt ist, darüber sagt die "Produktform" also ob nun Autoreifen oder Solarstrompanel, sowiso rein garnichts aus. In diesem Zusammenhang lief übrigens eine interessante Doku auf ARTE, die die Kernkraft mal unter dem Blickwinkel der dort Beschäftigten ArbeiterInnen betrachtete. ]
[ Und noch ne Nachdurchsage: Und LITHIUM, das braucht man auch, für Solarzellen, vielleicht bringt das ja sogar einen weitgehend unbeachteten Aspekt der Solarenergie ins ERZGEBIRGE , oder vielleicht nach BOLIVIEN 1 & BOLIVIEN 2 & BOLIVIEN 3.]
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