Titolo Originale: CADAVERI ECCELLENTI
Regia: Francesco Rosi
Interpreti: Lino Ventura, Paolo Bonacelli, Anna Proclemer
Durata: h 2.07
Nazionalità: Italia 1976
Premi:
David di Donatello 1976: Miglior regia a F. Rosi, Miglior Produzione a A. Grimaldi.
Face Value Definition: In bond investing, face value, or par value, is commonly referred to the amount paid to a bondholder at the maturity date, given the issuer doesn't default. However, bonds sold on the secondary market fluctuate with interest rates. For example, if interest rates are higher than the bond's coupon rate, then the bond is sold at a discount (below par). Conversely, if interest rates are lower than the bond's coupon rate, then the bond is sold at a premium (above par)."
Read more: investopedia
"An investment broker, VanZant (William Fichtner) is a legal businessman. However, he invests and possibly launders money in off-shore and international accounts belonging to people with too much money to be totally above-board. This, too, is presented as requiring certain skills, especially an understanding of markets and financial instruments, even a knowledge of other languages. He works in an office (like a "normal," legal businessman might) wearing a suit and tie and a telephone headset, conferring with other employees about markets and accounts."
"Face Value" opens with the following scene: Keuken sits in front of his camera, we see his face with its glasses
, Johann starts speaking he says something like: "While i watch through my glasses i can see you clear and sharp." Now he lifts his glasses off the face. The image turns blury. Keuken: "If i take off my glasses i can not see you." (roughly ;)) We share his view through a blury goin' camera. What are the glasses of Keuken? They are a protetic interface to a visual world, or better to definitions of a visual world - you dont leave visual world - you enter another one."
Keukens "Face Value" in "the survivor of henri chapelle", thonbeuse projekt 2006-2010
"The problem with popular so.called literature is, that it creates a visual world and not a "language world", because we have just individualized descriptions of a simple pre-text reality. That makes language senseless, it becomes a protetic interface to the "just visual" world of someone else, it is completly missing any abstract aproach in "language".
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[ 22.04.2012 ]
Am Wahlsonntag in Frankreich ist Übersee sehr eindeutig für Holland, dies muss uns nach Kiel bringen, um auch diesen Thread mit einem heiter bschaulichen Gedicht zu Ende zu bringen:
Also ertmal geht ein großes Lob an die Welt, ja nu, also da muss man auch mal ideologische Grenzen überbrücken - "Möllemäandern, möllemeandert, möllemeanderte etc.." das kann kein Literaturnobelpreisträger besser - ein wahnsinns Wort, echt genial.
Nun kommen wir zum Gedicht, was auch die restlichen Sozialdemokratischen Parteien lesen sollten, um den wahnsinnig genialen Gehalt ihrer Forderungen besser ermessen zu können:
"SFDP"
Willkommen im Staatskapitalismus.
Um das ganze nicht völlig zur Farce geraten zu lassen werfen wir noch einen Blck in Richtung FAZ und finden einen Interessanten Artikel zum Liberalismus.
Für mich eine gute Gelegenheit auf Lerner zu verweisen. Und hier.
Staat bedeutet immer gleichzeitig die Gefahr der "Monopolisierung" - nicht immer direkt von (Staats)Unternehmen, sondern auch z.B. von Preisen (auch Lohn; ich bin hier für eine Lösung innerhalb der Tarifautonomie, auch um der Gewerkschaftsbürokratie ihre eigene Unfähigkeit nachzuweisen, in vielen Bereichen existieren Tarifverträge unterhalb des geforderten Mindestlohnbereiches. Daneben sind Mindeslöhne via Gesetz nicht vehandelbar - auch nicht ohne den Gesetzgeber anpassbar, ausserdem würde man über das unzureichende Streikrecht in Deutschland diskutieren, woran auch die Gewerkschaftsbürokratie letztlich kein Interesse hat. etc. Besonders auch staatliche Investitionsprogramme können zu einer Art Nachfragemonopol führen usw.) Lerner setzte sich im Rahmen seiner Monopoly Arbeit damit auseinander - AntiTrust Policy ist das Stichwort, in Zeiten wie diesen sollte man ebenfalls eine AntiGovernment Policy entwickeln, damit der Staatszirkus nicht überhand nimmt. Das besondere beim Lerner Index (auf sozusagen philosophischer Ebene) war/ist, dass es einer der wenigen Indexe ist, die über Wirtschaftsdaten/Gleichungen zu einer letztlich politischen - "messbaren" - Aussage kommen, damit nicht im Nirvana des Ökonumismus verschwinden - und nicht den bürgerlichen Staat als selbstverständliches Instrument linker Appellationen begreifen, sondern im Gegenteil, ihn als Teil des Problems erkannten - damit öffnet man völlig neue Räume (diese Räume sind derzeit Fragmente und Schnippsel, die sich nicht leicht zusammenfügen - aber auch Cybersyn gehört, auf einer abstrakten Ebene, also ohne die merkwürdige sonstige Ausrichtung der Allende Regierung, in diese Ideengruppen, die den Raum einer Real-Time-Non-Profit Ökonomie (Falsch ist: Zentralverwaltungswirtschaft oder Planwirtschaft, diese sind absolut ungeeignet diese Aspekte zu beschreiben - da dies politische Wirtschaften sind - die nicht funktionieren - es geht um wesentlich mehr, deshalb sollte man das IdeenSystemCybersyn stets von den konkreten Aspekten der nationalen Realisierung und stalinistisch-bürokratistischen-sozialdemokratischen Staatswirtschaft abkoppeln, es also ohne die unzureichenden politischen Aspekte der damaligen Zeit denken.) einmal bilden könnten, mit weiteren technischen Entwicklungen, die noch ausstehen.) - ohne in Anarchismus zu verfallen, der ja auf eine umgekehrte Weise den Staat ebenfalls als Appellationsbasis sieht - was aber nicht über Nacht geht - insbesondere nicht in Europa - er war halt der Milton vonne Linken - schon sehr interessant. )
hier eine interessante Überlegung zum Lerner Index. unter Berücksichtigung dynamischer Märkte, dies ist auch im Zusammenhang mit dem Finanzkrisenpeak der WeltW.Krise interessant - to.big.to.fail. Gleichzeitig wird hier auch die "totale" Dezentralisierung also Monopsony abgegrenzt (Wichtig bei Konjunkturpaketen - der Staat ist der einzige "Käufer" - oder klar im Wikiartikel das staatliche Gesundheitssystem - hier fragt nur der Staat nach(um es via Versicherungsbeiträge zu bezahlen etc. viele weitere Aspekte sind möglich. )(auch nochmal Hicks vs. Marshall - wie im von mir gerade nicht auffindbaren Thread zum BGE angeklungen ein interessantes "Duell").Bei der dezeitigen Interaktion haben wir einen oligopolistischen (Finanz)Markt, der über Umwege und direkt mit dem Staat und seinen seinerseits oligopolistischen Strukturen interagiert, da man die Staaten, sie finanzieren sich über die oligopolistischen Finanzstrukturen, nicht mehr einfach so als "etaistische" Staaten bezeichnen kann sind sie privat-"staatliche" Oligopole und interagieren im Währungsraum Euro miteinander und GEGENEINANDER - die Anleihenprobleme - [ der Anleihenmarkt der Eurostaaten ist also letztlich ein oligopolistischer Markt auf beiden Seiten, innerhalb EINER WÄHRUNG!! was das Oligopol "Deutschland Klitsche" vordergründig ! ! "sehr gut" ausnutzt (wahrscheinlich ohne zu wissen was man da genau macht). Durch die dann kaskadierenden Maßnahmen von EZB, Schirmen und weiteren "Injektionen" (völlig falsch als Mauern bezeichnet) entsteht ein sehr unübsersichtliches System, was gegen Unkontrollierbarkeit tendiert, also in ein Chaotisches System übergeht] Banken-Monopoly Power durch Bankenrettung? - Alte Vorstellungen des Staates sind also schon wg. der Struktur der Finanzierung so nicht mehr gültig (ideell spuken sie in den Köpfen rum - klar), dies ist ja gerade das Problem beim Staatskrisenpeak. Nun muss man eine ganze Palette von Material und Ansätzen befragen um eine Antwort auf die Frage zu finden, was ist von etaistischen Maßnahmen, die sich ja "ideologisch - technisch" auf ein altes Staatsmodell beziehen zu halten. Was würde es bedeuten, wenn man die Staaten von den Märkten abkoppeln will, indem man sie wieder steuerbasiert finanziert - ist dies überhaupt möglich. So - nächsten Sonntag geht es vielleicht weiter. Euro-Bonds unterscheiden sich sicher von den alten Maßnahmen hier wäre also zu zeigen, dass sie ein Tool sein können, was im Vergleich zu eher traditionell Etaistischen Modellen die diffusere Rolle des Staates - des europäischen Staates reflektieren. Also mal so ne Matinee, woll.
Allen interessierten, die ja nun wahnsinnig geil auf Papa Staat sind hier noch gleich eine weitere Überlegung. So der Staatssonntag mit viel Andacht geht dann ja bald, nicht ohne Mystik, zu Ende.
"Die Bürokratie ist der imaginäre Staat neben dem reellen Staat, der Spiritualismus des Staats. Jedes Ding hat daher eine doppelte Bedeutung, eine reelle und eine bürokratische, wie das Wissen ein doppeltes ist, ein reelles und ein bürokratisches (so auch der Wille). Das reelle Wesen wird aber behandelt nach seinem bürokratischen Wesen, nach seinem jenseitigen, spirituellen Wesen. Die Bürokratie hat das Staatswesen, das spirituelle Wesen der Gesellschaft in ihrem Besitze, es ist ihr Privateigentum. Der allgemeine Geist der Bürokratie ist das Geheimnis, das Mysterium, innerhalb ihrer selbst durch die Hierarchie, nach außen als geschlossene Korporation bewahrt. Der offenbare Staatsgeist, auch die Staatsgesinnung, erscheinen daher der Bürokratie als ein Verrat an ihrem Mysterium. Die Autorität ist daher das Prinzip ihres Wissens, und die Vergötterung der Autorität ist ihre Gesinnung."
Hier gibt es mehr davon - es ist essentiell.
Prost.
Den Piraten sage ich es zum letzten mal schaut euch D66 an und schweigt. Dies kann man grundlegend auf einem mehrdimensionalen Politsystem verschieben, die na - die - hoch - die - hm - also dii nicht - na, sag schon - herrgott - och - also ne - die müsst ihr allerdings dazu loswerden, ganz praktisch, nicht mit Twitterredeschawall und Smartphone Morsezeichen, oder sonsitger dudidadada Kommunikation.
[ 01.02.2012 ]
Nachdem ein weiterer Gipfel mit wenig belastbaren Ergebnissen zu Ende ging - die Politik also weiter mit untauglichen Instrumenten agiert - sieht die EZB sich zum Handeln gezwungen: Ende Februar werden die Fluttore geöffnet. Die Deutsche Bank beispielsweise erwartet einen "MegaTender" von bis zu 500 Milliarden Euro. Mit allen anderen Bankenrettungssondergeschäften liegen wir weit jenseits der 1 Billion Grenze. Jetons fürs Casino - das ist das Ergebnis der "Euroretter". Die Börse, insbesondere der DAX frohlockt, und er hat allen Grund dazu. Soviel zu Merkels Verbalradikalismus in Sachen "Nein, Nein - die EZB sie darf nicht - böse böse Inflation" - lächerlich. Unnötig zu erwähnen, dass kein demokratisch ligitimiertes Gremium dieser Welt die Ströme überwachen kann.
Die Unverfrohrenheit mit der die Politik die Bürger für dumm verkaufen will hat ein Ausmaß erreicht, was in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik absolut einmalig ist. Wirklich aergerlich ist dabei das Niveau der Propaganda, früher hat man sich wenigstens noch die Mühe gemacht halbwegs geschickte und intelligene Strategien zu entwickeln, diese neue Politik allerdings ist so leicht zu durchschauen, dass man schon beleidigt sein muss - weil sie tatschlich davon ausgehen, dass niemand es begreift. *grrrrrr*
Die EZB wird in einen Abgrund blicken - sie ist laengst eine Bad Bank 2.0, nichts weiter, und genau dieses Kalkül ist das Geheimnis der Merkelschen Eurostrategie, ohne EZB waeren die abenteuerlichen Konstruktionen laengst gecrasht - die EZB rettet nicht nur die Banken, sie rettet mit ihren Eingriffen auch eine gescheiterte deutsche Regierung, die Europa an den Rand des Abgrunds geführt hat - das sei auch allen Linksreformisten ins Büchlein geschrieben, die eine "politische Rolle" der Notenbank fordern - genau so wie jetzt auch, oder wie in den USA, sieht eine "politische Notenbank" aus, das ist eine Finanzjunta und hat mit Demokratie und Emanzipation von den Maerkten nicht das geringste zu tun - im Gegenteil - die EZB ist die Gute Fee der Maerkte.
[ Update 09.01.2012 ]
Heute ist wieder heiteres Beisammensein, doch oh Schreck - die EZB soll nicht nur zusammenstehen, sie hat möglicherweise sogar einen Schattenhaushalt - eine Shadow Bank! Schattenhaushalte folgen dem erfolgreichen Strippenzieher im Finanzministerium im Reichluftfahrtsministeriumsgebäude offensichtlich. Nun ist es nicht mehr weit bis zum EFSMAXUET 192 XX 12 (Das wäre nicht mehr der EFSF wie wir ihn heute noch kennen - für die Damen und Herren Abgeordnete: Keine Sorge - es ist der EFSF, wie wir ihn heute noch kennen - die Unterschiede sind so marginal, dass man Sie in der Lobby lassen kann)- dem Ultimativen Europatch - der Patch eines Patches eines Patches, für die einen ist es Finanzmarktstabilisierung für die anderen die längste Patch Datei der Welt.
circle after circle is closing - was die Sache erleichtert, denn wir haben reichlich vorgearbeitet - was lernen wir - dem marxistischen Telekolleg kann die illusionäre Politik nicht recht entkommen.
[ Update 18.12.2011 ]
Die Weltwirtschaftskrise - Für eine neue Realpolitik - Banken sind Peanuts

Der scheidende Chef-Volkswirt der EZB Jürgen Stark nennt laut Spiegel Online die "wahren Grümde" für seinen Rücktritt.
12.11.2011
Noch zwei interessante Artikel zum Thema - was passiert wenn politische Lösungen weiter scheitern:
"Am Ende wird die EZB in einen Abgrund blicken" FTD (11.11.2011 )
"Die Inflation wird extrem steigen" RP (11.11.2011)
Update
11.11.2011
Nun verdichten sich die dunklen Wolken über Italien, auch in Griechenland hat die "Notregierung der Nationalen Einheit"
(Papademos - nun wird ja überall kolportiert, dass Griechenland sich in den EURO geschummelt hat - welche Rolle spielte dabei Papadingsbums? Wie auch immer - es zeichnet sich ab, oh Wunder, dass aus der "EURO - Schummelei" nun der "Kraftakt EURO-Beitritt Griechenlands" wird, und aus dem seltsamen Schweiger Papademos - der "Architekt des griechischen EURO-Beitritts" (damit also, folgt man der Logik der letzten Wochen und Monate etwa: "Der Architekt der griechischen EuroSchummelei" - nicht oder? Wie will man nun den Beitritts Griechenlands seinerzeit in Zukunft diskutieren - als die Erfolgsstory des EURO? Sind wir wirklich schon so blöd, dass sie das Recht haben zu klauben, keiner merkt sowas?) - wer will hier eigentlich wen verarschen - um zu rechtfertigen, dass das Austauschen der letzten Namensbestandteile reicht - wundersame Wandlung eines griechischen Finanzschummlersexperten inklusive.

[In seine Amtszeit als Gouverneur der griechischen Notenbank fiel der Übergang von der Griechischen Drachme zum Euro, ebenfalls war er 1999 Mitglied im erweiterten Rat der "EZB", sowie IWF Gouverneur für Griechenland im fraglichen Zeitraum - also sozusagen - ja - an der zentralen Schnittstelle des Übergangs von der Drachme zum Euro. Auch in der vorbereitenden Zeit also sagen wir zwischen 1990 und 1998 bekleidete der Mann Schlüsselpositionen der griechischen UND europäischen Finanzhierarchie - z.B. als Präsident der Bank von Griechenland seit 1994 - etc.pp.
{Also - um das Paradoxe der Argumentationen noch deutlicher zu machen: Auf der einen Seite haben uns diese (Staats)Bänker, zu denen ich auch solche Leute wie HRE Steinbrück zähle, das Schlamassel erst eingebrockt - das schreien sie alle nur so heraus - auf der anderen Seite soll es beruhigen , wenn just einer dieser Finanzhelden
}]
(Das heisst nicht, dass es sinnvoller ist jemanden zu berufen, der kein Ökonom ist, es heisst aber auch nicht, dass es sinnvoller ist jemanden zu berufen, der Ökonom ist - es heisst schlicht und ergreifend: Es ist irrelevant - und es heisst vor allem - wer bürgerlicher Ökonom ist, der ist im Bezug auf Alternativen zum Kapitalismus eigentlich inkompetent,
( Kapitalismus ist nur eine Form möglicher Wirtschaftskreisläufe, eine profitorientierte Gestalt, die bürgerliche Ökonomie beachtet aber in ihren Grundlagen lediglich diese eine Form des Wirtschaftens - setzt Regeln, die nur kapitalismusintern gelten
(Profit, Lohnsystem, Kostenstrukturen etc.pp. als unhinterfragbares Naturgesetz - sowas gibt es in keiner anderen Wissenschaft - auf den Physiker übertragen bedeutete es: Gut ich erforsche die Sonne, aber nur wenn die Erde sich um sie dreht.) was heisst es also - ein bürgerlicher Ökonom hat immer einen prothetischen Blick, einen Blick, der die Lösung innerhalb vorgefertigter kapitalismusinterner und selbstreferentieller Systme sieht, die er als ( ewiges ) Naturgesetz wahrnimmt und verkauft, obschon sie objektiv lediglich eine vorübergehende Vereinbahrung unter Menschen über den Austausch von bestimmten Leistungen sind, eine Vereinbahrung, die durch die Politik und die Menschen jederzeit in eine völlig andere Gestalt überführt werden könnte.
" Der ununterbrochene Aufstieg der Demokratie, der unserem Revisionismus wie dem bürgerlichen Freisinn als das große Grundgesetz der menschlichen und zum mindesten der modernen Geschichte erscheint, ist somit nach näherer Betrachtung ein Luftgebilde. Zwischen der kapitalistischen Entwicklung und der Demokratie läßt sich kein allgemeiner absoluter Zusammenhang konstruieren. Die politische Form ist jedesmal das Ergebnis der ganzen Summe politischer, innerer und äußerer, Faktoren und läßt in ihren Grenzen die ganze Stufenleiter von der absoluten Monarchie bis zur demokratischen Republik zu. "
Rosa Luxemburg, "Sozialreform oder Revolution?"
Um in Rosas Bild zu bleiben - was passiert mit der bürgerlichen Ökonomie in einer Militärdiktatur? Richtig - garnichts - sie kann den Kapitalismus weiter erforschen - und toll finden, denn es gibt auch in dieser Wissenschaft keine Notwendigkeit sie z.B. an eine demokratische Wahrnehmung zu binden, andernfalls könnte man bestimmte IWF geleitete Politiken, vor und nach Washington Konsens, auch kaum betreiben.)
er MUSS den Markt über die Politik und alles andere stellen, dass ist sein Job, für eine andere, oder nur "hybride", Sicht bräuchte man ganz andere Leute.
In so weit können die bürgerlichen Ökonomen, selbst wenn sie erfolgreich sind, bestenfalls ein kapitalistisches System etablieren, bzw. wieder reaktivieren - damit aber ändern sie an den Grundlagen, die den meisten der 7.000.000.000 Menschen ein eher schwieriges Leben bereiten nichts, denn die Armut, die katastrophale Öko-Bilanz etc.pp. ist das Ergebnis perfekter/unperfekter kapitalistischer Kreisläufe.
Durch diese (disziplininterne) Reduzierung der (objektiven) Wahrnehmung der bürgerlichen Ökonomie, also durch die Festlegung auf letztlich nur ein menschengemachtes System, stellt sich, dies hatte auch schon Marx erkannt, überhaupt nicht die Frage nach guter oder schlechter bürgerlicher ökonomischer Wissenschaft - viel eher stellt sich die Frage, ob sie unter diesen Bedingungen überhaupt als Wissenschaft gesehen werden kann, oder vielmehr den kaufmännischen Berufen zuzuschlagen wäre.
Zudem gibt es einen wissenschaftsinternen Konflikt, den es nur in der Ökonomie gibt, und hier insbesondere weniger im Bereich BWL als im Bereich VWL (Was bei uns VWL ist - das ist im angelsächsischen jenes, was z.B. Marx als Ökonomie beschrieb. Im Angelsächsischen ist also die Stellung der VWL als Okonomische Wissenschaft nicht vergleichbar mit unseren VWL#ern) - aus dem ja eher die abstrakten Weltmodelle kommen - wechseln wir das System - so wird diese Form der Wissenschaft merkwürdig überflüssig, (eher durch was weiss ich Logistiker/IT-Experten/Sozialwissenschaftler etc.pp. ersetzt), wie sie es den Marxismus/Leninismus Studiengängen wünschten - damit hat jeder, der hier gewisse Lorberen verdient - ein Interesse am Erhalt des Kapitalismus - der Physiker der die Sonne erforscht, dem ist es indes ziemlich egal was mit seinem Gestirn passiert - er erforscht es so.oder.so.und seine Wissenschft ist auf einer abstrakten Ebene nicht an eine bestimmte Wirtschaftsform gekoppelt.
Das ist schon ein sehr erheblicher Unterschied zu allen anderen Wissenschaften, soweit man sagen kann es ist die "Wissenschaft vom Profit" - und es erklärt die Rolle dieser Paradedisziplin - innerhalb des (angelsächsischen) Kapitalismus - aber was ist eine Wissenschaft wert - die derartige naturgegebene Interessenskonflikte mit sich herumschleppt - und was bedeutet es - wenn sie die Politik übernimmt? Das mag in konkreten Studien und befunden nicht relevant sein, aber - wenn man abstrakte und politische Modelle entwirft, die beinhalten, dass man sicher an einer profitorientierten Wirtschaftsform festhalten will - was sagen diese Modelle schon aus - letztlich garnichts. In der Vergangenheit hat sich allerdings gezeigt, dass selbst innerhalb der kapitalistischen Logik das beforschte System derart dynamisch und non-linear chaotisch war, dass die Annahmen scheiterten.
Historisch - egal welche der zahllosen Krisen man auch anschaut - immer schlug, wenn man sich dem Höhepunkt zubewegte, die Stunde der bürgerlichen Ökonomen, der "neuen" Modelle und "neuen" Ideen - in so weit also ein sicheres Indiez für den Ernst der Lage.
)
das Ruder übernimmt, weil er ja die Fachkompetenz hat, die in die Situation führte.
{ Übrigens geht das seit ungefähr 150 Jahren so. Wenn man sich mit Folteropfern beschäftigt, dann stellt man in vielen Berichten fest, dass es an einer bestimmten Stelle zu einer Art Übersprungshandlung des Opfers kommen kann, welches, vielleicht aus der Not, zu seinem Folterer eine "positiv" emotionale Beziehung aufbaut - es gleichsam zum Übervater macht, um seine Rolle als Folteropfer abzuspalten, versucht es sich auf die Seite der Täter in Form einer sklavischen Abhängigkeit zu stellen - also sozusagen während man den Elektoschock abbekommt noch zu schreien "Folter? Find ich geil! Danke!". }
)
- also die Finanz-Junta bisher zu keinen erkennbaren Veränderungen geführt (und wird es auch nicht) - Skepsis ist in beiden Fällen mehr als angebracht - und es bleibt dabei - was sie auch tun es ist politisch, sozusagen, nicht legitimiert, weil sie die europäische Einheit verschnarcht haben, und weiter verschnarchen - damit haben sie sich der Domainanz der Märkte ausgeliefert. Damit reduzieren sich auch die Mittel drastisch - keine Bonds, keine ernstzunehmende Einigung, ein lächerlicher "EFSF" - der Anleihen auflegt, die keiner haben will, dessen Volumen sowiso viel zu klein ist.

Es bleiben zwei Möglichkeiten, neben der Revolution, die in Ermangelung entsprechend ausgebildeter revolutionärer Kräfte aber leider ausfallen wird:
1. Finanzialisierende und reaktionäre, panikbestimmte (Not-)Lösungen (Marktlösungen) - oder das prothetische Interface bürgerlicher ökonomischer Modelle als Politikersatz
Ankauf von Staatsanleihen durch die "EZB" - offizielle Preisgabe des Maastrichter Vertrages - wenn eine Regel gebrochen ist - werden alle brechen. Das Risiko wäre enorm, auch wenn es runtergespielt wird, denn wir haben nicht nur die Staatsanleihenkrise, sondern es droht eine Rezession - damit also eben doch die Gefahr, dass inflationäre Prozesse einsetzen, wenn die Geldpolitik zur Wirtschaftspolitik gemacht wird.
Daneben fehlt eine Empirie, die beweisen könnte, dass dieses Konzept funktioniert (die Politik der Fed. scheint eher zu scheitern) - erneut eine reine und nur finanzialisierende Notmaßnahme, deren Folgen nicht absehbar sind. Auch eine Maßnahme, die im weiteren, und dann in der Rezession, effektive staatliche Investitionen in Menschen verhindern wird, je mehr hier die "EZB" aktiv wird, umso wahrscheinlicher sind pro-zyklische Effekte, die die reale Krise verschärfen würden, weil man sich einer Grenze nähert - die traditionelle und erpropte Schritte zum Erhalt der Geldstabilität gefährden. Es geht also hier nicht nur um das Funktionieren oder Nicht-Funktionieren von Maßnahmen, es geht um eine Gemengelage aus Politik und Finanzen. Hier soll eine Institution finanzialisierend eingreifen, die aber keinerlei Möglichkeiten hat die Folgen ihrer Eingriffe politisch zu begleiten. Ein Himmelfahrtskommando zu desen Ende ein politisches Gremium entstehen wird, was eigentlich neutraler Geldpolitik verpflichtet ist - was ist das dann - eine Bank als Finanzministerium mit angegliedertem Wirtschaftsministerium? E.F.S.F.E.Z.B.F.M.S.A.E.U.
Das wäre eine Finanz-Junta, die z.B. Gewaltenteilung für die Satzung vom Schrebergartenverein hält. Das genau nenne ich die Machtübernahme der Märkte, bisweilen als irgendwie Neo-Keynes gutmenschelnde Hilfe getarnt. Doch das ist nur eine Seite des Problems, denn diese Gemengelage wird dazu führen, dass die Maßnahmen im Endeffekt nicht funktionieren, denn so sehr manche Ökonomen die Politik zum Teufel wünschen, am Ende wird sie sich wieder einschalten - und die Pläne durchkreuzen, genau dies aber haben die Modelldenker nicht auf dem Schirm - es gibt sie nicht, die heile Welt der Ökonomie.
Die Summen könnten enorm werden, wenn man sagt, dass eine Art "Zinskupplung" eingebaut wird - (darauf müsste es hinauslaufen, weil man

sonst die "Märkte" nicht beruhigen kann - wie so ein Zappelphilipp - die ADHS Märkte brauchen ihre Medikamente) also wir kaufen "Off-limits" um ein bestimmtes Zinsniveau zu halten, diese Lösung wäre eine Lösung, die den Kapitalismus zugunsten eines sehr teuren unkontrollierbaren Staats(Finanz)kapitalismus vorübergehend aufhebt (damit auch die bürgerlche Demokratie zurückwirft), die Gefahr ist sehr groß, dass es zu unerwünschten Nebeneffekten kommen könnte, der Vertrag von Maastricht wäre Makulatur, müsste nachverhandelt werden, eigentlich auch der "EURO" - man wird sich so über einige Wochen zunächst vielleicht eventuell retten können - danach stünde z.B. Italien mit (sterilisierten) Abermilliarden in der Kreide, wie die anderen EURO-Länder ebenfalls - die Folge wären auch hier enorme Sparpakete, damit eine extrem fragile Situation.
Da die Fed. eine ähnliche Politik fährt, ist davon auszugehen, dass es zu einem Währungskrieg um billiges Geld kommen wird.
Also eine Lösung, die in etwa dem Tschernobyl Sarkophag entspräche - der GAU ist längst passiert, es geht nur noch darum notdürftig das Schlimmste eventuell zu verhindern.
Die Finanzialsierung der Politik würde durch dieses Vorgehen dramatisch beschleunigt, und würde so die politische Agenda des nächsten Jahrzehnts bestimmen - auch mögliche Änderungen der EU Verträge stünden allein unter dem Zeichen der finanzialisierenden "Politik" - wir steuerten auf eine weltweite und dabei rezessive zunehmend aggressive (weil hilflose) Finanz-Junta zu, insbesondere, weil auch viele in ihrer Selbstwahrnehmung emanzipatorische Kräfte, auf eine Stärkung staatlicher Eingriffe in den Finanzmarkt setzen, aber dabei übersehen welche Folgen dies in der Praxis, angesichts eines finanzialisierten und geschwächten bürgerlichen Staates hätte. So bereiten auch sie (ungewollt) der Übernahme der Macht durch eine "Finanz-Junta" den Weg.
Richtig wäre in Menschen zu investieren und nicht in Märkte - statt Staatsanleihen zu kaufen soll die "EZB" ein Bildungsrogramm für Italien finanzieren ;), dieser Hebel müsste umgelegt werden, der Blick muss von unten nach oben gehen, sich von den Märkten abwenden und den Menschen zuwenden.
Instrumente sind hier eher z.B. die Beschlagnahmung von großen Vermögen etc.pp. - Märkte also trockenlegen - und durch moderne High-Tech-Non-Profit Lösungen ersetzen, mit Ausweitung demokratischer Rechte - nicht nur Regulieren - Regulierung - DeRegulierung - Modifizierung - des Finanzmarktes - dies ist nur relevant, solange man dem Irrglauben anhängt wir hätten es mit einer reinen Finanzkrise zu tun - das ist komplett falsch, eine paranoide Wahrnehmung, die durch die Fokussierung auf die Finanzialisierung der Märkte erst entstanden ist - die windigen Finanzierungen von Immobilien, aber neuerdings auch von Autos etc.pp. kaschieren eine extreme strukturbedingte Krise - das Kaschieren dieser Krise ist im Moment immer schwieriger - und teurer, eine auf den Finanzmarkt bezogene Strategie wird scheitern, da sie nichts an den Ursachen ändern kann.
Bild thonbeuse 2005 - "Kaskade" (wir basteln uns eine Rettung - gäb es nicht das letzte Fass - würde es vielleicht funktionieren.)

Mit den Finanzprodukten sollte versucht werden einen globalisierten Markt - letztlich für Konsum - künstlich zu beatmen - aber der tendenzielle Fall der Profitrate hat einen Grad erreicht, der es den meisten Menschen dauerhaft nicht ermöglichen wird weiter am alten Konsummodell teilzunehmen, damit entsteht eine Sockelarbeitslosigkeit, Sockelprekärbeschäftigung, die ein bedrohliches Ausmaß erreichen wird (erreicht hat) - es entsteht soeben ein "Squeeze" aus immer teureren Produkten und immer geringeren Löhnen/Gehältern (wenn man Statistiken in ein Verhältnis zueinander setzt, sie nicht isoliert voneinander betrachtet - ) - sowie eine politisch gewollte Zerstörung der Sozialsysteme - das ist das was wirklich passiert, grob gesagt, in den meisten bürgerlichen Medien ist es eine "Staatsschuldenkrise" - eigentlich ist es eine Strukturkrise, eine Rationalisierungskrise - die das System für die Zukunft effektiver und aggressiver, entsprechend den schwierigereren Bedingungen "Fall der Profitrate/Klimawandel" aufstellen soll - Demokratische Grundrechte zählen in derartigen Phasen nicht viel.
Die "Schuldenkrise" wird dann im Nachgang den Aufhänger für die Zerstörung der Sozialsysteme geliefert haben, wenn also nun die "EZB" weiter massenhaft Staatsanleihen aufkaufen sollte, dann ist dies nichts anderes als ein Puzzleteil der Rettung des Finanzmarktes auf Kosten der Sozialsysteme. Jeder Cent sollte in ganz andere Bereiche fließen, aber darüber wird nichteinmalmehr ernsthaft diskutiert - in seiner tiefen Krise entdecken die Menschen ausgerechnet dieses Krisensystem als Heilsbringer - pervers. Dabei müsste die Lehre sein, dass jeder Cent, der von Seiten der Staaten in dieses Finanzsystem gebuttert wird ein verlorener Cent ist.
2. Politische Einigung mit dem Ziel Europa der Bürger (politische Lösung)
Europa rauft sich politisch endlich zusammen, und erkennt die Reale-Krise als Chance - so schnell wie möglich muss ein gemeinsames mit vollen Machtbefugnissen ausgestattetes Finanz- und Wirtschaftsministerium eingerichtet werden, alle EURO Staaten verzichten auf ihr Budgetrecht und delegieren es nach Straßbourg - schnell - danach werden EU-Anleihen aufgelegt und die nationalen Parlamente werden zu Regionalparlamenten, deren zukünftige Befugnisse neu definiert werden. Das ist die politische Lösung. Diese Lösung beinhaltet natürlich eine strikte "Abkehr" von den Märkten, man ignoriert sie einfach, und schaut mal was passiert - schlimmer als immer neue, teure Markteingriffe wird es nicht werden, man stärkt, um in ihrem lächerlichen Medizinersprech zu bleiben, die "Selbstheilungskräfte" der Gesellschaften, wenn Banken chrashen - nicht unser Problem.
Um dieses Ziel zu erreichen - insbesondere die Abkehr von der finanzialisierenden "Politik" - Generalstreik, Betriebsbesetzungen, deutliche und drastische Lohnforderungen - den Rest wird man sehen, man muss also "den Markt" nicht regulieren/erhalten/beatmen - sondern HERAUSFORDERN - am Ende wird man ja sehen, wer der Stärkere ist, dass der Kapitalismus dabei auf der Strecke bleiben könnte (eher nicht die Demokratie), genauso wie ihre Demokratur, wen interessierts eigentlich noch - sind "wir" (wer ist "wir" - wer sind "sie") jetzt die Avantgarde der Marktrettungsfront - ihr Pappnasen, oder was? Was der Kapitalismus in den letzten 150 Jahren angerichtet hat - motiviert mich jedenfalls nicht sonderlich ihn zu retten - oder - worst case - in einen Staatskapitalismus der Bürokraten zu verwandeln, oder wahlweise, in einen kleinbürgerlich-nationalistischen "urdeutschen" Strick und Häkel-Kommunitarismus mit gesunden Landeiern in frischer Natur und einem Finanzsystem, was im Austausch von Muscheln besteht.
Allerdings - die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es nicht so kommen wird, denn viel eher werden die meisten Leute die Argumentation vom Sparzwang und von der Hoffnung durch Regulierung etc. schlucken, sie versubjektivieren als Naturgesetz, die nächsten 10 Jahre so richtig reinkloppen weil sie ja das System retten müssen, nur um dann mit 70 festzustellen, dass es keine Rente mehr gibt - denn s.o..
Letztens habe ich in Griechenland ein Graffiti in zwei Sprachen gelesen: "Global Civil War" - das andere war griechisch.
07.11.2011
In der ersten Woche unter Draghi kauft die "EZB" weiter massiv Staatsanleihen, dies sollte mit dem "EFSF" eigentlich aufhören. Wieder nur Beruhigungspillen, Merkel hatte in der zweiten Abstimmung zum "EFSF" versprochen, dass der Ankauf von Staatsanliehen via "EZB" gestoppt wird.
Update 12.09.2011:
Die EZB setzt den Ankauf von Staatsanleihen maroder Länder fort - aber keine Sorge - die neue Spezialabteilung Dr. Amundsen "sterilisiert" sie sogleich: Dazu der neue Chefarzt der Frankfurter Klinik: "Sobald die Staatsanleihen hier eintreffen kommen sie in einen Inkubator, besonders die italienischen Anleihen bereiten da bisweilen Probleme, insgesamt bin ich jedoch davon überzeugt, dass wir eine Ansteckung der übrigen Staaten verhindern können."
Was solls - der "Wunderheiler" ist schon unterwegs, demnächst bekommt er dann noch Unterstützung vom Font für Wunderkäuter.
Eigentlich haben wir also bereits eine ganz und kar seltsame Form von Euro-Bonds - die sogenannten sterilen Bonds.
Volumen letzte Woche 13,96 Milliarden Euro Italien/Spanien gekauft über Nationale Notenbanken.
Der DAX schloß bei 5086 Zählern - ,
Update 08.08.2011:
DAX Aktuell: 08.08.2011:21:21 5.828,00:***-6,55%
Update 08.08.2011: Die EZB hat wie bereits angekündigt erneut Bonds finanzschwacher Länder der Euro-Zone gekauft. Am Donnerstag und Freitag von Irland und Portugal, heute von Italien und Spanien - Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen ging 0,75 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent zurück, spanische Papiere gingen um 0,81 Punkte auf 5,2 Prozent zurück. Im Falle Portugals und Irlands indes war kaum ein Effekt zu verzeichnen.

Die EZB geht damit einen deutlichen Schritt in Richtung "EURO-Bonds" - bzw. so wie in diesen Fällen würde eine "EURO-Bonds" Regelung in der Praxis in etwa aussehen. ;) Mit einem gravierenden Unterschied: Im Moment reagiert die EZB als Feuerwehr, würde man sich endlich zu einer offiziellen "EURO-Bonds" Regelung durchringen, dann könnte sie, im Verbund mit einer gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzpolitik, sowie gemeinsamen Konjunkturpaketen endlich nicht nur als Retter in der Not agieren, sondern hätte die Chance sinnvolle Produkte anzubieten.So aber verspielt sie Vertrauen in die EU Finanzpolitik.
Dies würde die Kosten senken. Also man sollte sich nichts vor machen: EURO-Bonds als Notfallmaßnahme gibt es, die Kosten dieser Maßnahmen trägt der SteuerZahler so.oder.so. und sie sind vermutlich höher als sie es im Falle einer offiziellen Regelung wären, zudem bleibt auch bei den "Covered Euro Bonds" das Problem, dass es keine einheitliche Rendite gibt, so können weiter Spekulationsgewinne erzielt werden.
Im Falle Deutschlands oder Frankreichs, sind es allein kleinkarierte-wahltaktische Fragen, die eine offizielle Regelung aufhalten. Merkel und Sarkozy, aber insbesondere Merkel, ist von einer Europapolitikerin zu einer, wenigstens offiziell, Europabremserin geworden. Dies passt weder in das historische Profil der CDU - noch ist es eine Politik, die den Menschen eine dringend notwendige Perspektive geben kann. Die CDU verliert durch Merkels zögerliche EuropaHaltung weiter an Profil.
"Der Wähler" neigt in komplexen Fragen immer eher zur kurzsichtigeren und populären Lösungen, insbesondere im Falle der Finanzpolitik. Also wird man von PolitikerInnen auch mal erwarten dürfen, dass hier Entscheidungen getroffen werden, die vorübergehend unpopulär sind, aber die nötige Weitsicht mitbringen.
Ansonsten muss man sich ernsthaft fragen welchen Sinn Politik überhaupt noch hat, dann könnte man Demokratie auch als Abstimmung in der Bildzeitung realisieren, am besten während man aus dem neuen Roman von Roche vorträgt.
Europaskepsis und eine Hintertürfinanzpolitik wird die Krise verlängern und vertiefen, wer also wird die "EuroBonds" endlich aus irgendeinem Schoße ziehen, meinetwegen mit Merkel als Hebamme, und allerlei HokusPokus, schließlich sind Euro-Bonds theoretisch auch nichts anderes als irgendwie fruchtbare Papiere, also geradezu sowas wie Windeln, der Traum der Finanzkrisen-Mütter, die die Pille bewusst absetzten, denn goldene Zeiten sollten kommen, die irgendwie aber immer mehr zu Trümmerfrauen werden, die sich selbst nur noch beim Kinderwagen schieben wahrnehmen, und beim Sex, dennoch so richtig frei sind - bis es wieder heisst: "Mami - die Butter ist alle" - "Wart nur, jetzt krisste Eine von mir geschmiert."
Euro-Bonds - sowas geniales habe ich in Papierform noch nie gelesen - Funky Mama - ist sie zu funky, bist du zu folky. Und so bringt dann auch der "Express" aus Köln wieder alles irgendwie zusammen - Wertpapier und Papier. Bei der "FAZ" indes, bleibt es beim Finanzteil, wahrscheinlich auf unabsehbare Zeit, oder wie titelte letztens mal irgendein Abschnitt im "Fragen sie Dr. Sommer" Literaturteil: "Ich kapituliere ...".
Dem ist vorerst nichts hinzuzufügen, fat nichts, denn gerade erfahre ich etwas von "Oralsex auf einer Heizdecke" im neuen Skandalbuch des Pharmateekesselchens, damit schließt sich der Kreis zu den Trümmerfrauen, den Kaffefahrten und irgendwie auch zur alten putzigen Nachkriegsrepublik, die wir ja den Trümmerfrauen verdanken, und nur ihnen. Mothern, Schottern, Trümmern, dass liegt eben nicht nur auf der anderen Rheinseite, { die ist soweit südlich schon Frankreich, was der Dom, auf der anderen bzw. auf gleicher Seite, ja nie wahrhaben wollte } sondern auch als Verbgruppe irgendwie im Trend, denn beim mothern, da will man eine größere Kartenansicht haben. : "Elsaß-Lothringen" und etwas sehr abstraktes "Bruxelles-Brussel", gut, dass es die "EU" noch gibt, dass denk ich dann am Damm.
Jetzt ist aber Schluss mit diesen Albernheiten, jede Generation hat die Hera Lind, die sie verdient, her mit den "Euro-Bonds" und zwar schnell, ich will endlich mal wieder was gescheites zu lesen bekommen, und die Lücke zwischen Finanzteil und Feullautaing schließen, ups, wie von selbst geschlossen.
Dies bedeutet etwa sowas wie - das DAX-Niveau am 08.08.2011 - was nicht heisst, dass es nicht noch schlimmer - "Face Value" werden könnte. -- Ja da leck Fett, man, denn sonst wirds schwierig - mit dem mothern meine ich. Ja gut, dass war jetzt die totale Provokation, Tabubruch, erschütternd, aber welches Adjektiv trifft es denn nun am besten - bizarr.
Dabei fällt mir auf, dass ich denke die Kritik der Kritik ist sogar noch besser als nur sekundär zu agieren, wo doch im Vergleich zum Rohstoff die Kritik schon interessanter ist, wenn sich nun aber die Kritik auf die Kritik stürzt, dann ist dies ungefähr so wie Eiswein, die Extraktion der Extraktion, schließlich trinken wir kein Öl, sondern machen Super daraus und verbrennen es erst dann, wobei es aber eigentlich auf "das Fahren" ankommt. Fragt sich nur ob jemand dann noch, im übertragenen Sinne literarische Rohstoffe produziert, dies wäre dann ja sozusagen die "3. Welt" des Literaturbetriebes, nicht wahr, der, das Wort spar ich mir mal, des Kritikers der Kritiker. Schluss jetzt, was so ein schwarzer Montag doch für Gräben auftun kann, ist schon erstaunlich, Euro-Bonds.
Update 04.08.2011:
Immer wieder interessant zu den ältesten Threads zurückzukehren. Aus Euro-Bonds wurden, wie seinerzeit bereits vermutet "Euro-Covered-Bonds" ;) - die EZB hat heute erneut Staatsanleihen aufgekauft, die sonst keiner mehr haben wollte. Toxische Papiere also, die keinen Wert darstellen. Daneben hat Trichet, damit die EZB, angekündigt, dass es keine Leitzinssenkung geben wird, im Gegenteil, es scheint eher eine Anhebung zu geben. Die EZB auf dem schmalen Grad zwischen Deflation und Inflation.
Wie sollen sich die Staaten bloß in Zukunft finanzieren - eine Bank leiht der anderen kein Geld mehr, Geld ist nämlich "eigentlich" im Moment sehr teuer, weil die Risiken enorm sind, dies hat Trichet, der aussieht wie Michael Douglas in Wall Street II, richtig gesehen.
Vielleicht sollte man aus den Staatsanleihen (Bonds) Aktien machen - also eben die Staaten gleich zu Corporation erklären. Aktien haben im Vergleich zu Bonds gewisse Vorteile:
Update 12.06.2011:
Wie unten im Text am 16.12.2010 angekündigt, nun also nach allem anderen auch noch die Klage. (Der Mann im Foto hinter dem Link ist nicht der Kläger.) ;) Tja. Farbwechsel?
(16.12.2010) Die EZB stockt ihr Grundkaital von 5 700 000 000 auf 10 800 000 000 Milliarden Euro auf, zusammen mit dem beschlossenen Krisenmechanismus ist dies zwar keine offizielle "EURO- Bonds" Regelung, der Effekt dürfte aber wenigstens ähnlich sein.
Merkel konnte lediglich einen publizistischen Minimalsieg einfahren, der Ihr vor allem bei möglichen Verfassungsklagen helfen soll. Das Karlsruhe Risiko wäre der Ausfall der Deutschen Zahlungen, dies wäre eine Katastrophe, doch über Karlsruhe sitzt bekanntlich sowiso der EUGH in Luxemburg.
Nach offizieller Lesart sind die Änderungen minimal, im Detail aber schon ganz beachtlich. Die Aufstockung des EZB Kapitals zeigt die großen Risiken die die EZB mit dem Aufkauf der maroden Staatsanleihen aus z.B. Griechenland, Portugal eingegangen ist. Der Koalition in Deutschland bleibt so zunächst eine offene Niederlage erspart, ob dies allerdings dauerhaft als Sieg in der Auseinadersetzung um den EURO verkauft werden kann ist fraglich.
Es zeigt sich, dass eine gemeinsame Währung auch eine gemeinsame Schuldenbewirtschaftung und eine gemeinsam Wirtschaftspolitik braucht.
Ob die beschlossenen Maßnahmen ausreichen den EURO dauerhaft zu stützen bleibt mehr als fraglich, in jedem Fall sind die Maßnahmen auch so zu interpretieren, dass mit weitaus mehr Schäden durch die Finanzkrise zu rechnen ist, als bisher kommuniziert wird, so, erstmal Frohe Weihnachten, und guten Rutch.
Ach ja eh ich es vergesse:
Auch auf Deutschland bezogen weht derzeit ein eher lauer Wind, denn die im Koalitionvetrag eigentlich festgeschriebene Bündelung der Finanzaufsicht findet bisher so nicht statt,
"Wir werden die Bankenaufsicht in Deutschland bei der Deutschen Bundesbank zusammenführen"
nach wie vor werden Bankenaufsicht und BAFIN getrennt agieren, mit allen dadurch verursachten Einschränkungen in der Effektivität, gepaart mit der Westerwelle Diskussion, ein sagen wir, lauer Jahresausklang in Berlin.
(Update: 12.06.2011) Eine bloße Zusammenführung wäre allerdings noch keine inhaltliche Neuausrichtung, oder Änderung.

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