Was sind soziale Netzwerke wirklich wert? http:// ist auch nur Bernstein

 

[ Update 28.01.2012]

Twitter zwitschert das Lied der Chinesischen Bosse.

 

[ Dope - Simulierte Demokratie - Das B-Team des Kapitalismus.]

[Update 23.09.2011]

Es gibt einige Updates für die Social-Network Freaks, die die Tendenzen des Artikels unten bestätigen - "FaceBook" - wird letztlich zum ersten "TV"-Kanal neuer Prägung, dies hat mit den Ideen des Netzes soviel zu tun wie das berühmte Schwein mit dem Fechten.

 


 

"Das ist keine Frage von "Old-School" oder "New-School" es ist eine Frage von Emanzipation oder Abhängigkeit, von Glauben oder Wissen, von Nutzen und Gefahr."

ich, 2011

"Was für die bürgerliche Ökonomie eine theoretische Wendung darstellte, war in der Marxschen Kapitalanalyse eine der kapitalistischen Akkumulation von jeher innewohnende Entwicklungstendenz. Die Konkurrenz der Kapitale führt zu ihrer Konzentration und Zentralisation."

(...)

Der Staat soll auf politischen Wegen erreichen, was der kapitalistische Markt selbst nicht mehr zu erreichen vermag.

Paul Mattick,
Über den Begriff des
Staatsmonopolistischen
Kapitalismus


"HTTP ist ein zustandsloses Protokoll.
Ein zuverlässiges Mitführen von Sitzungsdaten
kann erst auf der Anwendungsschicht
durch eine Sitzung über eine Session-ID
implementiert werden."

Zitiert nach Wikipedia.

Bush verweist in „As we may think“ darauf, dass die (seinerzeits) verwendeten Indizierungssysteme immer auf einer alphabetischen oder numerischen Ordnung basieren. Diese hierarchische Methodik aber entspräche nicht der des menschlichen Verstandes, der vielmehr mit Hilfe von Assoziationen arbeite: „(...) it snaps instantly to the next that is suggested by the association of thougths, in accordance with some intricate web of trails carried by the cells of the brain“
Zitiert nach C.S. Thon "Rhizom"


"Another Brick in the Wall"
Titel eines Pink-Floyd Songs im Alan Parker Film "The Wall"

 


 

Die Nutzung der Neuen Medien für essentielle politische Aktivitäten, die ich hier mal als "Umsturz" zusammenfasse birgt große Risiken in sich, vor allem weil der Verlauf eines "Umsturzes" nie vorhergesagt werden kann. Der "Arabische Frühling" ist ein Beispiel: Was wäre mit all jenen passiert, die via soziale Netzwerke zu Demonstrationen aufgerufen haben und dabei, vielleicht sogar vom heimischen Sofa aus, "gehttpet" haben, wenn die Wende zur Demokratie nicht gelungen wäre?

Doch auch andersherum - "Cyberwar" ist in aller Munde, doch ein 'gscheiter Geheimagent weiss, dass gezielte "Desinformation" manchesmal wesentlich schlauer ist als "Geheimhaltung". Es geht dabei auch um die Dynamik von Massen(kontrolle), die in manchen Situationen viel entscheidender sein kann als z.B. "politische Propaganda".

Die zentrale Makler-Instanz der sozialen Netzwerke ist "transparent" - man nimmt sie nicht wirklich wahr, dies führt dazu, dass man ein zentralistisches und schwer zu kontrollierendes System für ein "dezentrales" System hält, was es nicht ist. Sozial Netzwerk Rebellionen erscheinen als "Grasswurzel" Aktionen, dies sind sie objektiv nicht, sie sind zentralistische Aktionen in Abhängigkeit von einer Daten-Maklerinstanz. (Weshalb bei zivilrechtlichen Streitigkeiten z.B. bei Partys, meiner technischen Meinung nach auch immer die Zentrale Instanz haften müsste, da sie die Veranstaltung erst möglich macht, niemals der User. Aber ich bin kein Anwalt, es gibt keine Rechtsprechung, nur mal so als Überlegung eher philosophischer Art ;))

Auch wenn sich dies alles bisweilen schräg anhört, wir sind hier materialistisch orientiert, was theoretisch in einer Technik liegt, dass wird auch gemacht werden.

Jedenfalls scheint mir Datenschutz und ein Bewusstsein für den rein profitorientierten Nutzen der Netzwerke, wie wir es allmälich z.B. in Deutschland finden, ein zivilisatorischer Fortschritt zu sein, der bisher nur in wenigen Ländern derart relevant ist.

Das gesteigerte Bewusstsein hat z.B. in Deutschland mit altehrwürdigen Organisationen wie dem "CCC" zu tun - aber auch damit, dass die Technologien im Westen/WAPA erfunden wurden, eine Tradition haben. In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern sind die Leute in einer Situation, die man als "Aus dem Ei gepellt in die Welt gestellt", zusammenfassen könnte.

Dementsprechend gibt es keine non-profit "Hackerkultur" (Die Bösen nicht an Emanzipation des Users interessierten sind Cracker - keine Hacker - aber ---- die Medien, stöhn) - keine oder wenig "Open Source Kultur", dies führt zu einer bisweilen ungluablich euphorischen Stimmung hinsichtlich der sozialen Netzwerke, ja das "Internet" scheint sich auf diese Anwendungen, die ausschließlich dem Profit dienen, zu beschränken.

Vielleicht auch  weil die "NAZIS" die Lochkarten der Hollerithmaschinen zu statistischen Zwecken genutzt haben, die auch der Verfolgung und Ermordung von Minderheiten dienten, ist das Bewusstsein in Deutschland relativ hoch - das heisst nicht, dass Deutschland ein Internet-Entwicklungsland ist, es heisst Deutschland ist gewarnt. Statistik, Daten - scheinbar so harmlos so kalt, können leicht zu einer großen Gefahr werden.

Das eigentliche Problem ist aber nicht der Datenschutz!! Das eigentliche Problem ist, dass die sozialen Netzwerke in ihrer derzeitigen zentralistischen Machart die Idee des Internet grundlegend gefährden.

Warum? Keine der Leistungen der sozialen Netzwerke könnte nicht auch ohne sie stattfinden, es sind Leistungen, die aus dem Internet kommen, mit ihm entstanden sind. Nun werden diese Leistungen imitiert und dem User wird vorgemacht er sei immer noch im Internet, dass ist er nicht, er ist in einem privaten Firmenintranet, was vollkommen anders aufgebaut ist als das übrige Netz.

Er ist in einem verzerrten Klon des Internet. Der "Grenzübertritt" wird durch alle möglichen Techniken verschleiert (Buttons, Daueranmeldung, transparente Identifizierung, Abhängigmachung der Webmaster, religiöse Mund-zu-Mund Propaganda "Du musst dabei sein"), der User soll das soziale Netzwerk als direkten Teil des Internet wahrnehmen. Die "Ausfransung" dieses privaten Firmenintranets ist für das übrige Netz sehr gefährlich, über Buttons über Services werden Teile des freien Internet in Abhängigkeit gebracht, und so zunächst virtuell einverleibt.

Die Tendenz geht in die Richtung der kompletten Ersetzung des freien Internet durch das private zentralistische Intranet (vor allem auch s.u. wg. Verdummung der User) - in der Biologie ist dies ein Parasit, der seinen Wirt soweit verändert, dass er im Prinzip nach den Wünchen des Parasiten operiert. Wenn man dies weiterdenkt, dann kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass ein Aspekt der Geschäftsmodelle ein Angriff auf die Freiheit des "echten" Internet ist - um es zu kommerzialisieren und schließlich zu BESITZEN. Hierzu ist eine Umkehrung der dezentralen Idee Internet erforderlich, dies korrespondiert mit allen grundlegenden ökonomischen Tendenzen des Kapitalismus. Der Weg kann also auch nicht sein "Coole Sichere Soziale Netzwerke" zu entwickeln, denn abgesehen vom Datenschutz bleiben alle anderen Tendenzen erhalten. Der Weg kann nur sein "Back to the Roots", man muss auf die genialen dezentralen Techniken ohne "zentrale Schaltzentrale" zurückgreifen, oder das Internet ist bald Geschichte.

Was sind die Sozialen Netzwerke wirklich wert? Einen Wert stellt eigentlich nur der Glauben an sie dar, deshalb sind unverkennbar "religiöse" Motive Teil des Sozial Netzwerk Hypes, dessen Werbestrategie. Wird der Glauben erschüttert bleibt nichts ausser den Resten des Kaugummis nachdem das Kind es zur Blase aufgeblasen hatte, und die Mutter draufhaute.

[ "Der Staat soll auf politischen Wegen erreichen, was der kapitalistische Markt selbst nicht mehr zu erreichen vermag." sagt Paul Mattik in seiner Diskussion der Begriffe Staatsmonopol/Staatskapitalismus, denken wir den Neo-Liberalen Roll-Out zu Ende, dann stehen uns privatisierte Staatsmodelle in einm netten bunten Look gegenüber, die hybrid zwischen altem Staat und privatisiertem "Staat" changieren - ein solches Modell ist das "Endmodell" eines komplett ausgeformten sozialen Netzwerk Systems "Smart Government" - ein Spiegel, denn der "Geist", ein Hegelscher, staatlichen Handelns bleibt erhalten, aber er agiert profitorientiert. In den sozialen Netzwerken werden also staatliche Funktionen implementiert - Arbeitsverwaltung, soziale Kontrolle, politische "Wahlen", Meinungsbildung, auch das Sicherheitsmonopol wird delegiert. Dies ist heute ein "Spiel" - aber es ist der Prototyp eines Virtuellen Staatlichen Modells für die Zeit der Digitalisierung der Smart Government Funktionen.  Mattick schreibt auch: "Die monopolistische Wirtschaft hebt das Wertgesetz nicht auf, sondern bestätigt es durch den Fall der Profit- und damit Akkumulationsrate auch des monopolistischen Kapitals und der damit verbundenen Notwendigkeit staatlicher Wirtschaftseingriffe." {Wenn man nun bedenkt, dass im Falle der sozialen Netzwerke, als zum Monopol strebende privatkapitalistische Einheit, die USER die UNBEZAHLTEN ArbeiterInnen sind, dann sind die Sonderprofite schon enorm, was die Dramatik der Monopolisierungsdynamik dieses Teilbereiches erklärt, denn das ging schneller und effektiver als bei allen anderen Industrien und Branchen zuvor, sogar schneller als beim Finanzkapital selbst. Ein wunderbares Beispiel Bernsteinscher/Reformistischer Illusionen, denn die User besitzen nicht mal ihren Account (Klein-Aktie), sie "besitzen" lediglich die Erlaubnis an einer Veranstaltung teilzunehmen, trotz ihrer ganzen Arbeitsleistung als Datentypisten werden sie das Unternehmen, vor der Revolution, niemals besitzen, dennoch versetzt es sie in das Gefühl sie wären gleichberichtigter Teil von etwas "Großem" , und feiern die "Demokratisierung". } ]

Es stellt sich die Frage Was tun?

Ich bin mit dem Netz angefangen, als man einen C64 mit dem Akustikkoppler an den Telefonhörer anschloss - Daten? "Ja" - das "Wort" hätte zwei Minuten gedauert. ;) Es kam die Phase des sogenannten "Usenet" mit dem nntp:// Protokoll.  Die Funktion, die dann die ersten PHP/MySQL Server übernahmen waren "Foren", "phpBB" danach folgten Websites mit "Datenbankantrieb" - "PHP-NUKE", dies waren mit die ersten Massen-Anwendungen, die das http:// Protokoll (und noch ein Link), mit all seinen Schwächen, aufgebohrt haben. PHP (als Synonym für serverseitige Scriptsprachen) ist eine sogenannte "Serverseitige Scriptsprache" - der Client des Users z.B. der Browser wurde nicht "belastet", nur der Server.

Dies machte PHP (Synonym für viele weitere Scriptsprachen) unglaublich attraktiv, denn es konnten viele, viele bunte Funktionen implementiert werden, ohne, dass ein Plug-In erforderlich gewesen wäre. Also gerieten die Newsgroups des NNTP:// Zeitalters in Vergessenheit, oder, wie cranc, wurden mit bestimmten Diensten in das http:// geholt - der User braucht dann keinen NEWSREADER mehr.

Das ist also ein Beispiel wie eine bewährte Technik, Linus Torwalds postete die "Erfindung" Linux zuerst ins Usenet, durch das Konzept "Browser als Fenster zur Welt", nicht aus Fortschrittsgründen, marginalisiert wurde.

Rein objektiv hätte man also auch einen Weg gehen können, der die meisten Aktivitäten auf dem heimischen Rechner Client/Serverbasiert durchführt - kann man mir noch folgen - dies wäre ein "DEZENTRALER" Weg gewesen. Der Weg die Applikationen nicht auf dem heimischen Rechner sondern auf dem Webserver laufen zu lassen ist ein "ZENTRALISTISCHER" Weg - und - er ist der KERN ALLER INTERNETGESCHÄFTE, weshalb der Weg der aktiven Skriptsprachen beschritten wurde, dabei stand von vornherein im Mittelpunkt, vor allem mit dem Argument "is ja auch einfache, ne du",  den USER von den technischen Grundlagen abzukoppeln - das ist "POLITISCH".Ökonomisch werden die Serverräume zu Goldminen und stellen das eigentliche Kapital dar, dies Funktioniert nur WEIL ES SERVERSEITIG DURCHGEFÜHRT WIRD UND EIN NETZ IM NETZ IST, ein vergleichsweise stupides.

Als quasi naturalistischen Grund könnte man für die Präferenz des Serverseitigen, in einigen Fällen, auch damals nicht vorhanden Bandbreite, sowie schwache Rechenleistungen "daheim" nennen, aber sonderlich stark ist diese Argumentation nicht, denn der Hype des Serverseitigen begann so richtig, als es nicht mehr technisch notwendig gewesen wäre. 

Cloud Computing geht einen noch extremeren Schritt in die Richtung der Marginalisierung des heimischen Clients zugunsten diffuser, undemokratischer Serverstrukturen - in Richtung der Auslagerung des gesamten Betriebssystems in das Web.

Deshalb hier nun ein Vorschlag, wie man die meisten Sozial-Netzwerk Funktionen ohne http:// hauptsächlich via Mailservice/Usenet implementieren könnte. Dieser Vorschlag ist vor allem gedacht um ein symbolisches Setting zu liefern, bei dem man sich auf sich selbst verlassen kann, und einiges über "das Internet und seinen Computer" lernen kann.

Es ist kein Tutorial, eher eine Anregung, bei der viele wohl noch einiges selbst recherchieren müssen, um das Ziel zu erreichen, das gehört dabei sozusagen zum "Spiel". (Wem dabei Missgeschicke passieren, der ist selber Schuld, denn wir haben keine Ahnung von Computern und schießen hier mal ins Blaue um zu schauen was passiert, also keinerlei Gewähr, keine Rückfragen oder sonstiges für dieses symbolische nicht-tutorial Setting - wir sind Anti-Pädagogen.)

Dieses Setting richtet sich insbesondere an Vereine, politische/ngo Gruppen oder sonstwie an technischer Emanzipation interessierte. Es liegt in der Natur der Sache, dass Verein hier nicht den gewieften "Alt-Hacker Dackelhausen e.V." oder sowas meint. 

Das Problem ist ja gerade, dass es insbesondere durch die lange Verdummung der User, sorry, praktisch immer nur zu irgendwelchen Sicherheitstipps kommt, das ist eigentlich eine destruktive Herangehensweise, weil sie den Leuten das Gefühl gibt, dass 1. etwas sehr gefährlich ist, was multipliziert durch das Netz zur "Paranoia" werden kann, damit Zensur Instanzen bedient, und 2. weil dem zugrundeliegendem Bedürfnis der User keine Alternativen angeboten werden.

Also - hier geht es darum möglichst alles ohne zentrale Instanzen zu bewältigen, ohne "Daten-Makler", die entstehenden Kosten sind marginal und betreffen grundlegende technische Kapazitäten.

Ausserdem soll es ein System sein, was nicht nur "SMS Kommunikation" ala Twitter erlaubt. Natürlich ist das alles erstmal kompliziert - aber - Medienkompetenz, Wissen was im Netz wirklich passiert, also ein technisch-sozialer Emanzipationsprozess, macht das Unterfangen eigentlich interessant.

(Bild links - das "Venitia" in Las Vegas - eine perfekte Scheinwelt . Die Bilddatei wurde unter der Lizenz „Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Deutschland“ in Version 3.0 (abgekürzt „CC-by-sa 3.0/de“) veröffentlicht. Autor des Bildes ist Peter Pelster.)

Funktionen, die von den Netzwerken insbesondere beworben werden, und auf eine flache Vernetzung möglichst vieler Teilnehmer zielen, also z.B. "der und der ist auch hier - soller dein Freund werden?"sind aus User Sicht Buzz-Features, die nur Bequemlichkeit bringen, dafür aber, andererseits, für das Geschäftsmodell besonders interessant sind, die Abbildung von Beziehungen unter den Usern, und die daraus möglichen Auswertungen sind wesentlich relevanter als der einzelne User, das ist der Kern der Geschäftsidee, diese Art des Vernetzens lassen wir bei unserem Setting weg, wer aber soweit gekommen ist, dass er alles "am laufen" hat, der wird auch "Beziehungsgeflechte" ohne Probleme implementieren können.Es geht hier auch nicht um Diskussion und Abwägung, die sowiso schon viel zu mächtige Instanz der Sozialen Netzwerke, und "ihre" Argumentationsmuster, wird einfach übergangen. JedeR kann sich selbst entscheiden wie es dann letztlich gemacht wird, die einen machen es eben so die anderen so - so.what.

Weiter werden wir sehen, dass es im Falle der Sozialen Netzwerke keine wirklich neuen Erfindungen gab, professionelle Techniken, die es bereits gab, wurden für den Internet-Amateur angepasst. Ähnliches gilt für Twitter - der Broadcastingservice wie ihn jeder "Linux User" kennt.

Das hier ist alles aus der Perspektive Windows-User/Apple-User geschrieben, denn, ist nicht persönlich gemeint, ich gehe davon aus, dass insbesondere hier Leute mit Emanzipationspotential sitzen - kleiner Scherz am Rande.

Gut.

Fangen wir an.

Für Gruppen reicht ein VDSL-Anschluss, mit reichlich Upload Bandbreite, dann kann man das System z.B.mit einer Dynamic-IP betreiben, oder man mietet einen hierfür geeigneten Webserver, was allerdings die Kontrolle über die eigene Umgebung wieder delegiert. Doch sind die reinen Hardwareprovider, die nur Webspace/Server bieten in der Regel technisch ziemlich "gut drauf" und relativ "verschwiegen". Wir verwenden als Server alte Rechner, die eigentlich längst als Elektronikschrott Afrikas Küsten vermüllen müssten, dass tun sie nun nicht, sie werden schnurren.

Die Ersetzung der Funktionen:

  • Chat/Pinboard/Postings/Einladungen/Geburtstage/Fotoaustausch (one way)/Termine - alles durch einen Listenserver mit oder ohne http://php Oberfläche.
  • Fotoaustausch mit Fotopinnwand und Benennungsfuktion - lokaler Client/oder kleine PHP-Fotogalerie
  • "Gefällt mir" wird auch vorkommen - allerdings keine Ersetzung sondern eine andere dezentrale Vorgehensweise, damit sind alle möglichen Knopfvarianten prinzipiell auch möglich.
  • Einladen/Freundschaftsanfrage - entfällt wg. überflüssig - wird also anders gelöst
  • automatisiertes Posten in die Mailingliste von RSS - ala Twitterfeed ist dabei
  • anbindung an Geocoding also Geographie/Ereignis/Personzuordnung ist dabei

Damit wären alle relavanten Funktionen der sozialen Netzwerke, ganz ohne HTTP und ohne Browser, und ohne "Maklerinstanz" implementiert, man hat die volle Kontrolle, man ist Social Network man nimmt nicht nur daran teil. Gruppen können natürlich das Setting des Servers auch demokratisch kontrollieren und ggf. Funktionen an- und abschalten etc.pp. Aus AGB und Datenschutzkauderwelsch wird technische Demokratie, oder besser Demokratische Strukturen determinieren die technischen Strukturen - NICHT UMGEKEHRT - was im Zusammenhang mit diskutierten elektronischen Demokratiemodulen "Citizen-Ship" "Netz Politik" essentiell wäre, wenn es Essentielisertes gäbe;).

Im weiteren Unviversum dieses Settings kann es natürlich Verbindungen zu anderen Gruppen und Einzelpersonen geben, frei schwebende Einheiten berühren sich, docken kurz oder länger an, um sich zu größeren Einheiten zu verbinden, die technischen Grundlagen bleiben dabei die skizzierten, das ist, wenn du dir das jetzt mal als Bild vorstellst, was ganz anderes als das gegenwärtige Internet mit seinen zentralistischen Tendenzen, die es zum Fernsehen machen werden. Das "Sender-Empfänger Prinzip" wird endlich überwunden, und zwar fundamental, erst dann kann man von einer Demokratisierung durch Technik sprechen, erst dann ist das Netz nicht mehr genauso gefährlich wie nützlich für die Demokratie. Es verliert seine alte "dialektiktische Seite" und geht in ein rhizomatisches "Grassroots" System über.

Die Vorstellung das Netz sei ein solches System a Priori ist FALSCH, denn es beinhaltet die Tendenz zu einer Zentralisierung, die sich politischer Kontrolle entzieht. Eine Tendenz zur 1:1 Spiegelung von kapitalistischen Machtverhältnissen, damit verliert es auch noch den letzten Hauch von emanzipatorischen Tendenzen, es manifestiert die Verhältnisse, weil es sie in einem fort spiegelt und auch in die "Realwelt" holt. Diese Dynamik kommt aus der Ökonomie, die die technische Bereitstellung in diese Richtung getrieben hat.

So.Pause.is.ja.prediktive.writing.bis.gestern

....to.be.continued......