Griechische Bürgerbewegung "Ich zahle nicht" - Euro-Rettung: Floß der Medusa

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"Auf Grund von Navigationsfehlern verlor sie den Kontakt zu den anderen Schiffen und lief auf der Arguin-Bank an der westafrikanischen Küste auf Grund. Zur Evakuierung standen den 400 Passagieren und Besatzungsmitgliedern sechs Beiboote zur Verfügung, die aber nicht alle Personen aufnehmen konnten. 17 Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben an Bord der gestrandeten Fregatte. Für 147 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurde ein notdürftiges Floß konstruiert, das von vier der sechs Beiboote nach Saint-Louis gezogen werden sollte. Bereits kurz nach der Evakuierung wurde von einem der französischen Offiziere das Verbindungsseil zum Floß gekappt, das daraufhin steuerungsunfähig und unzureichend mit Wasser und Lebensmitteln ausgerüstet über 10 Tage im offenen Meer blieb. Von den 147 auf dem Floß befindlichen Menschen überlebten nur 15. Um überleben zu können, ernährten sie sich von den Leichen ihrer Mitpassagiere"

Zitiert nach Wikipedia "Die französische Fregatte Medusa"

CC-by-sa-3.0

"Es wurde kein Geld an keinem Ort verloren - dieses Geld existierte nie, es handelte sich um rein "fiktionales Buchgeld", was nun in die Realität geholt werden soll, um bestimmte politische Aspekte zu manifestieren. Die Kredite21, die von den Konsumenten21 nicht mehr bedient wurden, müssen nun eben doch zurückgezahlt werden, obschon die Bank- und Realwirtschaft - immerhin ging es um Kredite für Konsum also auch für Autos, Häuser(Bauwirtschaft), sonstige Konsumgüter, nichts dazu beiträgt. Es geht also darum weiter die Kreditwirtschaft zu ermöglichen, denn sie trägt längst alle anderen Bereiche, ohne jede Ausnahme, dafür sollen "wir" zahlen, allerdings ist das angeblich verschwundene Geld nie wirklich dagewesen. Also verhält es sich andersherum - WIR SOLLEN DEN BOSSEN GELD SCHENKEN; WAS NIEMALS VORHANDEN WAR; WOHER SOLL ES ALSO KOMMEN? AUS DER MENSCHLICHEN ARBEIT"

Athen - Wertpapiere21 - die große Narration - 5. Prager Fenstersturz - 4. These

 

 


[ Update 15.01.2012 ]

Ein weiteres Ergebnis des letzten EU Großgipfels unter Deutsch - Französischer Führung gerät ins Wanken - der Schuldenschnitt für Griechenland, die Dinge entwickeln sich äußerst problematisch.

[Update 11.12.2011]

Die Troika macht sich wieder auf den Weg nach Griechenland, und gibt einen realistischen Vorgeschmack auf den "Geschmack" der zugrundegerichteten europäischen "Einigung" - sollten die angekündigten Vertragsänderungen tatsächlich in der angedachten Form kommen (was unwahrscheinlich ist).  Nehme an die Griechen freuen sich schon auf den Besuch der SparSuperPolizei, die das Land ganz sicher auf Vordermann bringt.

Wenn die Vertragsänderungen durch sind, dann kann man eine neue Institution schaffen - ein Frontex des Geldes - Schuldenbremsen sind ja auch irgendwie nur Grenzen - schicke Uniformen könnte man dann auch noch entwerfen, ich mein diese C&A Anzüger der Herren, deren Hosen auch noch HOchwasser haben, also diese seltsame Handelsvertreterlook ist auch irgendwie nicht wirklich nett - ich dachte da mehr an sowas hier

Derweil tobt in Großbritannien sogar innerhalb der Torys eine nette pseudo Debatte, begleitet von medialem Brimborium - man hat dort auch keine anderen Sorgen.

Apropos - ich freue mich schon auf das Referendum - sollte Cameron tatsächlich noch auf Markozys Kurs einschwenken. Die Troika kann sich ja in Griechenland schonmal inspirieren lassen.

Das Leben in der Finanzkrisenschleife - jetzt mit dem "Großen Wurf" Vertragsänderungen.

 

Das große Sparen.

Angesichts der völlig sinnlosen und zudem aus ökonomischer Sicht auch noch schlecht zusammengebastelten Sparvorgaben für Griechenland "Die Rasenmäherfront" , deren Macher insbesondere den tatsächlichen Zustand der Weltlage völlig falsch eingeschätzt haben, vielleicht sogar in voller Absicht, lässt sich doch noch etwas machen, was auch für Deutschland vielleicht interessant wäre: Nicht Zahlen!!

Bild unten: Konstruktionsskizze des fraglichen Floßes:
Unterwegs auf dem Ozean der Finanzmärkte - mit dem Floß der Medusa.

Denn Zahlungen an Griechenland oder später durch den "EFSF" (Ein Banken/Finanzmarktsicherungsfond nach dem Muster des "FMSA", mit entsprechenden "demokratischen" Kontrollmöglichkeiten) werden vor allem Banken/Finanzdienstleistern/ausserbörslichen "Spielhallen" zugute kommen, die sich verspekuliert haben, und in Folge dessen z.B. toxische griechische Anleihen halten (Französische, Portugisische,Italienische,Spanische etc.). Wenn die Griechen sich dagegen wehren, dass z.B. eine 520.- € Rente um 20% gekürzt wird, dass zehntausende Stellen abgebaut werden sollen, ohne Sozialpläne entwickeln zu können, dass Kinder keine Schulbücher mehr haben, und wenn sich die Deutschen z.B. dagegen wehren, dass diese Erpressung mit ihrem Geld, möglicherweise später auch im Fall anderer Länder via "EFSF",  gegen den erkennbaren Willen der griechischen Bürger durchgesetzt werden soll, dann ziehen wir an einem Strang.

Denn der Spardruck, der jetzt auf Griechenland wie ein Alptraum lastet, der wird morgen auf uns lasten, und zu ähnlichen sinnlosen und gefährlichen Sparpolitiken unter irgendeinem "Spar"kommissar führen (wahrscheinlich wieder Rot-Grün, denn wenn das die CDU macht stünde die Ruhr in Flammen - die Rolle der Genossen der Bosse (B-Team des Kapitalismus) - Seit spätestens 2003 sollen wir sparen - der berühmte Steinbrück, Eichel, Schäuble - wer erinnert sich nicht an diese Hohepriester des Sparzwangs? Deutschland, das Musterländle des Sparen - Was hat es uns gebracht - manipulierte Arbeitslosenstatistiken, Hartz IV, extremistische Exportorientierung

(die den EU-Südländern nun das Wasser abgräbt - toller Erfolg - hier Exportarbeitsplätze schaffen, die dadurch subventioniert werden, dass man den Importeuren nun Sparpakete und unerwünschte Milliardenkredite aufzwingt, nachdem man ihnen zuvor die Exportwaren aufgedrückt hat, und im eigenen Binnenmarkt nur noch Praktikanten/Künstler/Medienseelen/Freie Mitarbeiter/400.-er/Leiharbeiter/Hartz IV Zwangsarbeiter unter Dauerüberwachung der Sozialpolizei beschäftigt, den Rest in sinnlosen "Integrationsmaßnahmen" entstatistikisiert, die Geisteswissenschaftliche "Elite" nach Studienabschluss auf Projektsafari schickt - die Projektanträge der Elite sind länger als ihre Habilitation und Doktorarbeit zusammen - danke, dass ihr die Studiengebühren gestrichen habt - danke - danke - nochmal danke, sowas von sozial, das wiegt Bologna auf, nein wirklich.  Alles in Allem ist es ein sattes Minusgeschäft - der Pleitegeier schwebt nicht nur über den Finanzmärkten - er schwebt insbesondere über den Bürokratien und Verwaltungen, das ist aber Ausweis ihrer genialen Politiken, ihrer durchgreifenden Konzepte und weitsichtigen Planungen! Gewiefte Manager müssen das sein. Würde man so eine Firma betreiben, wär man in drei Tagen bankrott, sie haben dafür mit "Sparen und Reformen" immerhin 10 Jahre gebraucht, sind halt auch noch langsam!)

unsichere Beschäftigung, marode Sozial- und Gesundheitssysteme, Niedriglohnistan, virtuelle Wirtschaftswunder, Reallohnverluste, die Euro-Krise, einen sinnlosen Krieg in Afghanistan - und jetzt das - und schon kündigt sich die nächste Sparspirale an - diese Politiken haben nur einen einzigen nennenswerten Effekt gehabt - die Reichen werden immer Reicher und die Armen werden immer Ärmer - die Phase der Divergenz.) -

All dies Geld ist in letzter Konsequenz ausgegeben worden um angeblich "systemrelevante" Banken zu retten, die man wiederum retten muss, weil dieselben Leutchen, die uns nun ihre Sprarpakete und virtuellen Wirtschaftswunder aufzwingen wollen, zuvor den Kampfhund von der Kette gelassen haben, ohne Maulkorb. Immerhin haben sie es geschaft das "verlorene" Geld auf die Staaten, auf uns, umzuschichten, damit können sie in ihren Sprachregelungen Finanzmarkt/Bank durch Staat ersetzen, und eine grandiose Europarettungslyrik entwickeln, damit wir denken es günge üm Europäische Einheit.

Wer - Wer - hat in dieser nun seit 1098 andauernden Phase verdient? Da ist unser Geld, und da sollten wir es uns zurückholen - es hat sich nicht in Luft aufgelöst - sowas gibts nur in den Reden gewisser Politiker. Und dann - von Selbstkritik von Einsicht, keine Spur - nicht einmal die Agenda2010 wird laut und vernehmlich bedauert.

Wer diese Politik mit trägt, der ist kein echter Europäer, er verrät die europäische Idee und richtet sie zugrunde, weil er die Menschen Europas gegeneinander auspielt - und völlig falsche Akzente setzt. Basta!!

 


"Ich zahle nicht"

Dario Fo „Bezahlt wird nicht!“

 

Warum entschuldet man die Griechen, Italiener, Spanier etc. nicht, und arbeitet an sinnvollen Maßnahmen? Man will die Länder "Wettbewerbsfähig" machen, um jeden Preis, man will die Errungenschaften wie Rente, soziale Absicherung, Bildung, Gesundheitsversorgung etc.pp. schleifen. Und wenn diese Länder nun Unternehmensanteile, Staatsbesitz, kommunalen Besitz etc. privatisieren - wer schlägt dann wohl zu - der Heilige Geist? Wie war das nochmal bei uns als z.B. Wohnungsbaugesellschaften ihre Bestände z.B. an Hedgefonts verkaufen mussten, wg. Sparzwng? Da kamen genau jene Gesellen anstolziert, die im selben Moment mit ausserbörslichen Produkten, jenes Geld verdient haben, was sie jetzt nutzen um kommunales Eigentum zu erwerben, nun, nach all dem sollen wir sie retten, statt sie zu pfänden. Man muss sich das Geld da holen wo es hingegangen ist, wenn Banken/ausserbörsliches Tralala dies nicht überleben, dann muss man sie wie jedes andere Unternehmen auch in die Insolvenz schicken - da ist garnichts "systemrelevant", garnichts bricht total zusammen, wenn einige Banken zusammenbrechen, das sind reine Ammenmärchen. Es gibt Sicherungsfonds, es gibt ja offensichtlich massenhaft Gelder - die muss man eben anders einsetzen.

Doch es gibt einen weiteren Grund warum man Griechenland und andere nicht entschuldet - die Banken/ausserbörslichen "Spielhallen", die z.B. marode Anleihen halten, das sind noch Milliardenbeträge, auch wenn es etwas weniger geworden ist, dank der Bad Bank "EZB", unter Umgehung gültigen Vertragsrechts, würden auf diesen Anleihen sitzenbleiben, bzw. sie müssten sie mit derzeit 25-50% Abschlag an irgendwelche Firmen die ihre Briefkästen an Palmen auf den Bahamas oder sonstwo befestigen, verkaufen (einmal die Woche kommt der Geschäftsführer und packt sich den Kofferaum seines roten Ferrari voll mit "Wertpapieren", und macht noch zwecks Portfoliobereihnigung nen Abstecher zu einer Sondermülldeponie bei Frankfurt.), oder vielleicht andere kreative Wege finden. Wenn nun gesagt wird, dass der "EFSF" etabliert sein muss, bevor man Griechenland Umschulden könne etc.pp., dann wäre der tatsächliche Inhalt:

"Wir warten solange bis wir den Banken über den "EFSF" toxische Papiere etc. abkaufen können, um sie danach zu rekapitalisieren. Bis dahin macht das die "EZB" gegen sämtliche Vertragswerke, die ihre Unabhängigkeit einmal schützen sollten." (Wie beim Libyenkrieg)

"Artikel 123 (blabnalui ist ja eh nur dummes papier): "Überziehungs- oder andere Kreditfazilitäten bei der EZB oder den Zentralbanken der Mitgliedstaaten … sind ebenso verboten wie der unmittelbare Erwerb von Schuldtiteln von diesen durch die EZB oder die nationalen Zentralbanken"

Eigentlich eine interessante Verwaltungsrechtliche Frage - in welchem Verhältnis steht der Eid eines Beamten zu den Vertragswerken der EZB, wenn diese Verträge INFORMELL gebrochen werden. Ausserdem sollte man nicht so tun als ob der Ankauf von Staatspapieren keine Markteffekte hätte, das hat er sehr wohl, und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Effekte in anderen Produkten "berechnend" genutzt werden, schon die Information es wurde gekauft, ist eine handelbare Information, es ist als ob man einen Stein ins Wasser wirft, aber erwartet, dass er keine Kreise auf der Oberfläche auslöst. Was ist mit Chinas CIC - warum kündigen die plötzlich an sie wollen Italienische Staatsanleihen kaufen? Was ist mit dem Rücktritt von Stark? Kein Markteffekt - sterilisiert? Der Effekt, dass Italien z.B. so seinen Haushalt finanziert, ist dabei sicher zu vernachlässigen - aber natürlich das einzige auf das die Bürokraten kommen. Da könnte man seine Doktorarbeit in VWL drüber schreiben "Die kaskadierenden Effekte des Ankaufs toxischer Staatsanleihen durch Notenbanken in digitalisierten Märkten"

Wer kennt die Geschichte vom  Floß der Medusa? Genau das spielt sich gerade ab.

Doch es geht um noch mehr - dazu später mehr, hier nur soviel - die Bankenlandschaft steht vor enormen Umstrukturierungen, im Zuge der umstrittenen "Basel I - III" Reformen - hier wird derzeit mit einem drei stelligen Milliardenbetrag gerechnet, der mindestens erforderlich ist um, wie gesagt umstrittene, Maßnahmen zu etablieren. Dabei hat es zwar einen Stresstest gegeben, aber dieser verlief bei weitem nicht so erfolgreich, wie man uns glauben machen will. Diese staatskapitalistische Umstrukturierung der "inneren" Bankenstrukturen, braucht ebenfalls Konstrukte wie den EFSF, ESM - eigentlich haben die Banke nach der Krise 2008 aufgehört zu existieren, nun muss eine "neue" Bankenlandschaft regelrecht implementiert werden - aber wie gesagt - dazu später mehr.

Es setzt sich also das Prinzip fort, was seit 2008 die Strategie der Politik bestimmt, wie können wir die Schäden, die durch die Rot-Grünen, Schwarz-Roten, später Schwarz-Gelben, ausserbörslichen "Spielhallen" angerichtet wurden auf den Beschäftigten abwälzen, nur darum geht es. Richtig wäre es die Banken in die Insolvenz zu führen, zu sanieren, oder sterben zu lassen, die Beschäftigten mit Sozialplänen behutsam auffangen. Daneben müssten die Verantwortlichen für die Finanzmarktderugulierungen in einer "Robusten Wahrheitskommission" zur Rechenschaft gezogen werden, wenn man dies nicht macht, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis sich derartige Vorfälle wiederholen. Die meisten Verantwortlichen erfreuen sich allerdings seltsamer Beliebtheit und sind bisweilen in Amt und Würden, der Geund hierfür dürften ausserbörsliche Talkshows sein, die eine enorme Debilitätsrendite versprechen.

Hört endlich auf Fernsehen zu schauen - lest mehr - dann wird sich einges ändern!!