Springteufel EFSF - Die Bank vor Stalingrad - Frozen River - Floß der Medusa II

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Loesung Form Wirklichkeit den Mix.it (
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"Sie sollen wissen,
was wir seinerzeit gewusst haben. Sie sollen
allerdings auch wissen, was wir nicht gewusst
haben. Und ich werde an der einen
oder anderen Stelle auch deutlich machen,
was wir nicht wissen konnten."

Peer Steinbrück in seiner Aussage vor dem
HRE Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestages.

 

Art is long and Time is fleeting,

And our hearts, though stout and brave,

Still, like muffled drums,

are beating Funeral marches to the grave.

Henry Wadsworth Longfellow

"Welch eine herrliche Gabe ist nicht die Phantasie,
und welchen Genuß vermag sie zu gewähren!"
Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull.
Der Memoiren 1. Teil. [Frankfurt a.M.]: S. Fischer, 1954. S. 17

(Tod in Venedig - hatten wir ja schon)


" Der ununterbrochene Aufstieg der Demokratie, der unserem Revisionismus wie dem bürgerlichen Freisinn als das große Grundgesetz der menschlichen und zum mindesten der modernen Geschichte erscheint, ist somit nach näherer Betrachtung ein Luftgebilde. Zwischen der kapitalistischen Entwicklung und der Demokratie läßt sich kein allgemeiner absoluter Zusammenhang konstruieren. Die politische Form ist jedesmal das Ergebnis der ganzen Summe politischer, innerer und äußerer, Faktoren und läßt in ihren Grenzen die ganze Stufenleiter von der absoluten Monarchie bis zur demokratischen Republik zu. "

Rosa Luxemburg, "Sozialreform oder Revolution?"

 

 



[ 13.05.2012 ]

Merkels Eurorettung an Rhein und Ruhr abgewählt - die FDP sollte sich im Bund besinnen, sie kann mit einem sozialliberalen Kurs hinzugewinnen, Merkel muss mit der Vertrauensfrage konfrontiert werden, die Europa-Politik der Koalition ist am Ende, dies muss auch in Berlin manifestiert werden. Deutschland darf bis 2013 nicht im Wahlkampfphrasengedresche versinken.

[ 08.05.2012 ]

Der Euro-Rettungsschirm EFSF hat heute Anleihen mit einer Laufzeit von drei Monaten auf den Markt gebracht. Die lang laufenden Anleihen wurden von S&P kürzlich downgerated. Der EFSF musste eine höhere Rendite zahlen als bei einer vergleichbaren Auktion Anfang April. Die Rendite erhöhte sich von 0,1119 Prozent auf 0,1729 Prozent. Das Papier brachte der Notkasse 1,96 Milliarden Euro, während zuvor ein Maximalziel von 2,0 Milliarden Euro ausgegeben wurde. Die Nachfrage (bid-to-cover ratio) nach dem Papier übertraf das Angebot um das 2,2-fache. Im Vergleich zur Auktion Anfang April gab die Nachfrage allerdings leicht nach.

 

[ Update 25.01.2011 ]

Da isser wieder der Springteufel - beim 53.3% Schuldenschnitt Greece: Die Metaphysik des EFSF als BadBank ohne Banklizenz wird dabei auch deutlich, während in Europa gestritten wird, ob die EFSF Mittel in den ESM fließen oder nicht gibt es für private Anleger eine Zwangsanleihe in Form einer 30-jährigen griechischen Anleihe die EFSF-Abgesichert ist - 31,5%, sowie in Form von direkten EFSF-Papieren mit ein oder zweijähriger Laufzeit 15%. Der EFSF - dessen Existenz ungeklärt ist - sichert also toxische Papiere für private Anleger ab - im Grunde ein Tauschgeschäft - institutionelle Anleger - also  Banken und Fonts, werfen ihre toxischen Anleihen beim EFSF ab, das alte Spiel, wie wir es aus Deutschland im Bezug auf die HRE und andere Finanzmarktsstabilisierungsinstrumente bereits kennen. Europa versinkt in Sondermüll.

[ Update 23.01.2011 ]

So langsam geht dieser Thread zu Ende - wie der EFSF - wer also noch langlaufende Anleihen will, sollte sich beeilen - aber die will ja eh keiner - oder?

Nun nähern wir uns dem vorgezogenem ESM - und das bringt uns zur "World of Financial Shortcuts".

Wer kennt eigentlich ELLEN? Das ist so eine seltsame Talkshow in den USA, die vor allem von Beschenkungen aller Art lebt - aller Art - das darf man hier ruhig wörtlich verstehen, denn ich blieb bei Felidae hängen - sehr überraschend - und eine der ELLEN-Katzen - die zeigt uns ganz genau, was eigentlich mit Springteufel gemeint ist. (im Video ab 1:43 MIN)


[ Update 23.01.2011 ]

Da isser wieder - er will einfach nicht in seiner Dose bleiben. EFSF wird er dann nicht mehr heissen - oder doch - oder nicht - vielleich ESM Mega - das würd ja passen, denn der wird mindestens sagen wir so gewaltig, wie der eine der üblichen Verdächtigen, und die Euros, die kann man dann ja vielleich direkt vom heimischen Internetanschluss hochladen, wenn jede/r BürgerIn Europas, sagen wir 250.000 Euro hochlädt, dreimal täglich, dann reicht es auch für Italien und den Rest von dem Trümmerhaufen - wohl an denn. Dank der ausgeklügelten unionistischen Taktik, haben wir immer noch keine Bonds, hören bei den Erhöhungen der Schirme aber dafür auf zu zählen - danke. Berlins Verweigerungshaltung in Sachen Bonds gerät zum teuersten Blödsinn aller Zeiten - Ernst nehmen kann ich das jedenfalls nun definitiv nicht mehr - eine Operettenregierung.

[ Update 17.01.2012 ]

Vorweg mal das Forbes Blog des Herren Tero Kuittinen

 

Nun kam also was kommen musste. Nun wäre es wichtig kein schlechter Verlierer zu sein (Zumal die Märkte das Downrating lange eingespeist hatten - . hinter dem Link erfolgreiche Runde für EFSF - man muss hier aber gleich die Sucht nach halbwegs sicheren KURZLAUFENDEN Anlagen berücksichtigen, und:  S&P hat zwar das langfristige Top-Rating kassiert, für kurz laufende Anleihen behält der EFSF jedoch weiterhin sein tolles Tripple, alles für das D bürgt ist interessant ;) - Geld wird im Moment geparkt. Daneben ist ein "Erfolg" bei der Kreditaufnahme natürlich nur eine Seite der Medaille, der Beginn eines langen Weges - das Geld geht, sehr undurchsichtig, ggf. an Wackelkandidaten - diese werden "vom Markt genommen" - sozusagen - die Rechnung wird also erst in einiger Zeit präsentiert (vgl. FMSA) - genau diese Rechnung aber ist der eigentliche Kern der Kritik an derartigen Instrumenten (neben all den Fragen zu mangelder Transparenz und undurchschaubaren Geldkreisläufen) - also Obacht. Wie hoch die Mehrkosten durch das Downrating effektiv am Ende ausfallen werden lässt sich ebenfalls noch nicht sagen, da sollte man also nicht auf Theaterdonner hereinfallen - die Aufgeregtheit der Politik ist jedenfalls mehr als seltsam. Dass bei der Politik eine Unterscheidung zwischen lang und kurzläufigen Anleihen offensichtlich überhaupt nicht zur Kentniss genommen wird, um diesen Aspekt in Analysen zu integrieren, ist ebenfalls sehr seltsam. Wenn Merkel also meinen sollte, dass das nicht-stattgefundene-downrating-für-kurzlaufende-Anleihen keine Auswirkungen hat - dann kann man ihr nur zustimmen - wie sollte es auch anders sein - wirklich geniale Tautologie hoch 10. Obschon man in der Physik ja auch mal feststellt, dass nichts eben doch etwas ist - aber das ist ein anderes Thema *grmpf* Diese Situation korrespondiert also viel eher mit einer Unsicherheit - niemand bindet sich lange - andererseits: mit einer selbstgeschaffenen Krise - der Politik - dann wenigstens kurzlaufend was "einnehmen" - nicht schlecht - aber das ist schon zu komplex. Die hysterische Reaktion der Politik, die postulierte Wut auf das Finanzkapital markiert nicht nur den Beginn des Beginns des deutschen Wahlkampfes, sondern auch die zu erwartenden Propagandalinien, die den WählerInnen suggerieren sollen, allein durch die gebetsmühlen- und stammtischartige Betonung des "gefährlichen" Finanzkapitals sei irgendwas für die Gesellschaften zu gewinnen - dann folgt ein Deal: Wir regulieren, was sowiso wenig relevant ist - dafür spart ihr euch kaputt - und steckt euer Geld - aus höherem Interesse - dann in die ja sowiso "gezähmte" böse, böse Bankenwelt --etc.pp.-- damit macht man noch den letzten Occupisten zum Jünger des Kapitals .. ein typisches Muster in Zeiten der Krise:

"Mit der wachsenden Bedeutung des Kredits und der Banken entstand eine spezifisch kleinbürgerliche verkürzte „Kapitalismuskritik“, die sich allein auf das zinstragende Geldkapital fixierte und einen älteren, in den meisten großen Religionen (in der christlichen ebenso wie in der jüdischen und im Islam) verankerten Abscheu gegen das „Zinsnehmen“ aufgreifen konnte."
Robert Kurz, "Die Tücken des Finanzkapitals" Teil1 

Gleichzeitig ein Nachweis für den Übergang in eine politische Krise.)

Denn bei aller berechtigten Kritik an Ratingagenturen - die gesamte deutsche Politik, im Falle EFSF inkl. Gewerkschaften, aber ohne die "die Linke", hat sich nun mal auf das finanzialisierende Spiel mit den Märkten eingelassen.

Insbesondere Deutschland hat mit der Agenda2010 und den Reformen am Arbeitsmarkt die eigene Bevölkerung auf einen bedingungslosen Wettbewerb eingeschworen - zum Teil unter absolut unwürdigen Bedingungen und auf Kosten der Sozialversicherungen, der Solidarität - die Reichen wurden immer Reicher - die Armen immer Ärmer - Geld indes, ist genug da. Instrumente wie der EFSF ob sie nun funktionieren oder nicht, werden diesen Druck an die Bevölkerungen weitergeben, und dies ist das eigentliche Problem. Statische Schuldenbremsen, der geplante Fiskalpakt - und weitere Ansätze werden also einfach das Drama der Staaten vs. Märkte verstärken - in der Form, dass sie die Probleme an den berühmten kleinen Mann delegieren, der weiter verarmt und immer mehr erkämpte Rechte preisgeben soll, wen interessiert es ob eine Ratingagentur ratet - nötig ist eine neue reale und solidarische Politik, die das Paradigma der Umverteilung von unten nach oben angeht. Das Argument - "wer soll das bezahlen?" hat nur eine einzige Funktion - das Geld soll denen die es sowiso nicht üppig haben genommen werden, indem sie auf immer mehr Sicherheit und Rechte verzichten, um es denen zu geben, die längst alles haben.

Was also Not täte währe ehrliche Selbstkritik, genau jenes, was z.B. von Wulff noch jüngst in allen Sonntagsreden gefordert wurde, andernfalls ist es wenig glaubwürdig und überhaupt nicht sinnvoll auf die Agenturen zu motzen, denn dies würde nur von den tiefergehenden Ursachen einer seit langem anhaltenden unwürdigen kapitalismusbejahenden Politik ablenken, man stünde einfach nur da wie ein begossener Pudel, der Opfer seines eigenen Größenwahns wurde, und nun noch etwas rumkläfft. Zumal unübersehbar ist, dass der deutsche Leistungsbilanzüberschuss auf Kosten der eigenen Bevölkerung und auf Kosten der südlichen EU erwirtschaftet wurde - was passiert eigentlich wenn alle so aufgestellt sind wie Deutschland? Dann wandert der Standort eben nach China - wir werden dann eben Minipredingsbums - und zwar alle.

Die Währungsunion als ein Instrument gegen Spekulation war eben nur ein Aspekt dieses Kohlschen Diktats - der andere Aspekt war es, mit Hilfe des EUROS alle Länder der EU auf einen gnadenlosen und rücksichtslosen Wettbewerb einzuschwören, der die Fundamente einer solidarischen Gesellschaft nachhaltig beschädigt hat, dies geht insbesondere auf das Konto der nach Kohl folgenden Regierungen - die Rot-Grüne Agenda2010 Politik war die Initialzündung "Standort Deutschland" Schröders und Fischers Liebling - und genau diese Politik, die ist die eigentliche Ursache für die derzeitigen Probleme und nicht irgendwelche Ratingagenturen.

Man kan nun weiter auf den Finanzmarkt motzen und Sparorgien feiern und alles andere an katastrophalen gesellschaftlichen Folgen, wie etwa prekäre Beschäftigung, die Zerstörung der Sozialversicherungen (Alterspyramide? Man stelle sich vor es gäbe eine zwei KindPolitik oder man würde die Grenzen aufmachen - wäre doch kein Problem - wo würden die meisten dieser Menschen arbeiten? - im prekären Bereich zu sehr niedrigen Löhnen, daneben müsste man Maschinen zurückdrängen und auf "Handarbeit" umstellen, die technische Entwicklung bremsen - dadurch verschiebt sich nur ein quantitatives Verhältnis relativ, qualitativ bliebe es beim Problem der zu geringen Einnahmen, was wiederum mit der "Dienstleistisierung" korrespondiert. Bismark ist tod, so order so.), der Selbstbetrug in Sachen Beschäftigungswunder, katastrophale Öko-Bilanzen etc.pp. ignorieren - ändern wird man durch eine Fokussierung auf den Finanzmarkt nichts, es wird lediglich weiter eskaliert, die Folgen dieser falschen Politik sind absehbar.

eat.the.rich


[ Update 14.01.2012 ]

"Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf." - Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung. MEW 1, S. 378, 1844.

Bild unten: Konstruktionsskizze des fraglichen Floßes:
Unterwegs auf dem Ozean der Finanzmärkte - mit dem Floß der Medusa - oder Merkels Euro Rettung - Das Floß der Medusa.

 

Finanzgenie Merkel gibt an, dass das Downrating keinen Einfluss auf den EFSF hat, ausserdem sei sie von Anfang an davon ausgegangen, dass der EFSF kein TopRating benötigt um zu wirken.

Dabei wurden während der Debatten im Früjahr und Sommer permanent die TopRatings verschiedener Länder, darunter insbesondere Frankreich betont, damit wurde eine Argumentation entwickelt, die dem Bürger weissmachen sollte, das Risiko für Deutschland wäre gering - weil es nicht der alleinige TopBürge sei - damit wären auch die Kosten für potentielle Versicherungen der EFSF Spukanleihen nicht zu hoch. Genau diese Argumentation, die letztlich überhaupt dazu führte, dass der EFSF verabschiedet wurde - soll also nun irrelevant sein. Was ist das? Genau vor dieser Situation, dass Deutschland am Ende der letzte solvente Bürge ist - neben Finnaland und Luxemburg! haben wir hier und zahlreiche Stimmen gemahnt - dennoch ließen sich sogar die Gewerkschaften in Form eines blinden SPD Gehorsams "Europäische Rettung" "Krieg steht vor der Tür"  usw. auf diese waghalsige Konstruktion ein. Diese und weitere Konstruktionen gefährden aber gerade eines der postulierten Hauptziele der Sozialdemokratie - die Sozialunion.

Merkel erklärt auch nicht warum die EFSF Verantwortlichen schon in der letzten Woche angeboten haben den Schirm durch eine 30'% Garantie bei möglichem Verzicht auf den Hebel aufzustocken. Bisher jedenfalls ist der EFSF schon große Schwierigkeiten Anleihen auszugeben, deshalb schlugen die EFSF Verantwortlichen eine 30% Abdeckung vor - Merkel steht vor dem Scherbenhaufen ihrer nationalistischen Europapolitik.

Auch der angestrebte Fiskalpakt gerät schon jetzt ins Wanken - und wird niemals so verabschiedet werden, wie es auf dem Großgipfel angekündigt wurde. Die Bilanz ist düster: Der EFSF wirkt nicht, der ESM soll vorgezogen werden, der Schuldenschnitt für Griechenland ist gefährdet, die gemeinsame Wirtschaftsregierung ist ein Stammtisch, der Fiskalpakt ist weit von einer Verabschiedung entfernt, wenn die deutsche Opposition nicht um die EHE mit der CDU spielen würde, dann wäre diese Regierung lange Geschichte. Es reicht aber nicht nur mit Boulevardmethoden und Witzeleien ala Trittin hin und wieder auf der FDP rumzuhacken (Westerwelle der Hahn der neben Merkel jeden Morgen kräht), oder uralt Kanzler durch die Lande zu rollen, da muss man schon ein eigenes Profil entwickeln, davon sind SPD und Grüne weit entfernt. Ein Dilemma. Anstatt zuzugeben, dass die Attacken auf den EURO insbesondere z.B. durch die Blokadehaltung Ds in Sachen Bonds und Notenbank, sowie durch die Beschleunigung der AGENDA 2010 gefahren werden können, wird hier auf die bösen Spekulanten verwiesen, die allerdings nur deshalb ihre Spielchen treiben können, weil die Koalition die falschen Instrumente, assistiert von SPD und Grünen, aufgefahren hat.

(Nochmal zur Erinnerung: Französische Sozialisten/Grüne/EuroKommunisten haben sich in Frankreich der Stimme zum EFSF enthalten, in der Slowakei nutzte man die Abstimmung auf seiten der Sozialdemokraten wenigstens um erfolgreich die Vertrauenfrag zu stellen.)

Mit anderen Worten - Merkel ist der Auffassung, dass Ratings egal sind, während ihr Finanzminister mit breitem Grinsen auf Kosten der Euro-Partner reichlich Kasse macht -  - dies setze man nun in ein Verhältnis zu den Aussagen bezüglich Ratingagenturen insgesamt. Die Grenze zur Peinlichkeit ist nun definitiv überschritten.

ICH ZAHLE NICHT! Gezahlt wird nicht!

[ Update 13.01.2012 ]

Frankreich verliert sein TopRating, ebbenso die Alpenrepublik Österreich.

Diese Fakten schafft S&P. Deutschland steht allein auf weiter Flur - mit den Finnen, dies allerdings ist für Deutschland keine Jubelmeldung, denn nun passiert was passieren musste - lediglich Deutschland (Finnland) ist noch ein solventer Bürge - z.B. im Falle des nun amtlich vollkommen laecherlichen EFSF Konstruktes - alles aber auch alles zu diesem Thema habe ich unten im Springteufel dargelegt. Nun bleiben nur noch gut gemachte EURO-Bonds mit drastischer Machtverlagerung nach Straßbourg - der Rest ist albern, (Notenbankaktionen sind undemokratisch und nicht kontrollierbar, weil das Geld in den Interbankenverkehr gegeben wird, seine Spur sich dort verliert), denn ganz egal was nun passiert - wenn die strukturellen Probleme der EU (und dies heisst ganz sicher nicht Sparen!!) nicht sofort angegangen werden, und die nationalistischen Alleingaenge insbesondere Berlins beendet werden, dann wird in absehbarer Zeit Deutschland in einen Abwaertsstrudel gerissen. Die aggressive deutsche Politik unter dem Schlagwort AGENDA2010, die auch auf KOsten der EU-Partner durchgezogen wurde, sie war nicht nur sinnlos - sie war auch gefaehrlich.

Es war ein schwerwiegender und unverzeilicher Fehler dem EFSF zuzustimmen. Die Vertrauenkrise im Verhaeltnis Bürger Politik wird nun ebenfalls eskalieren, völlig zurecht - nichts als Ammemaerchen.

Ich zahle nicht!!

(Update 20.12.2011)

Fitch beobachtet den EFSF und kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere aufgrund der Probleme in Frankreich, zumindest ein Bürge Schwierigkeiten bekommen könnte. Möglicherweise verliert der EFSF sein AAA. Ich habe hier mehrfach darauf hingewiesen s.U., dass der EFSF eine Wackelkonstruktion ist, eine Illusion  (Swash5 von 10, wird nun gesenkt auf Swash4 wg. der Fitch Äußerung). Man kann Fitch nur zustimmen.

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