- - - . . . - - -
"Bright will shine the fields of England,
Purer shall its waters be,
Sweeter yet shall blow its breezes
On the day that sets us free."
aus "Animal Farm", George Orwell
- - - . . . - - -
Walter Benjamin [Über den Begriff der Geschichte These IX]:
“Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, daß der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm. ”
- - - . . . - - -

Das Trümmerraster - die Rasterfahndung nach dem "Kapitalismus" / Prediktive Writings auf ein Bild klicken um einzusteigen - Die "Trümmerteile" sind nach dem Datum der letzten Bearbeitung sortiert. Links oben befindet sich das jeweils aktuellste "Trümmerteil".
Ausserdem habe ich "heute" ein Wort gefunden, was ich lange, lange nichta mehr gesehen und gelesen hatte - "Erratisch" - ein Wort was schon durch seinen Klang "Erratisch" - also man muss sich für den Klang natürlich vorstellen, dass man das Wort liest - ohne seine Bedeutung zu verstehen, für die, die die Bedeutung kennen ist das natürlich schwer, aber es liegt in der Natur der Bedeutung des Wortes, dass man es könne, denn würde man es nicht können gäbe es weder das wunderbare Wort noch dessen Bedeutung.
In der ganzen Nervosität des Devisenmarktes, ist ein Mehr der Ruhe zu finden, in der tiefgreifenden schnörkellosen Einleitung, und ganz am Ende, sogar umgebrochen als letztes Wort auf einer einsamen Zeile stehend - da sprang es mich an -
"erratisch" - Erratanien - und dann die zwei rr - rrrrrrrrrrrrrrr.
Der
Börsenmarkt hat einen soliden "Grundoptimismus", der Rohstoffmarkt aber
ist "erratisch", als sei "er" die Börse nach der Nahtoderfahrung, die
Fortführung und Abstraktion einer scheinbar zusammenhanglosen Erzählung
von epischer Dichte und mattem spektralem Glanze, ein gebrochener König,
vielleicht, zurückgekehrt aus der Schlacht, den Speer des Gegners noch
im Kopfe, sich ihn herausreissend, während er auf das Feldbett fällt.
Wandeln zwischen Tod und Traum(a), wieder zu erwachen, vielleicht im
Palast oder auf einem Blütenmeer in einer Deflationswanne.
Die nervöse Anwallung, die zerissene Erinnerung, "spektraler Zwischenfall", noch aus Fragmenten anderer Narrationen destilliert, die sich mit der, aus der Vergangenheit strömenden Erinnerung, Gegenwart, zu einer eigenartig gläsern, zerbrechlichen Gewissheit über die Zukunft verbinden: "CCC". Das "Biest" des "Anderen" - im eigenen Traum.
Wunderbar, ich liebe den Kapitalismus, denn welche andere Wirtschaftsordnung bringt derartige halb reale, collagierte, sich kaum spürbar von der Wirklichkeit abhebende Erzählstrukturen zustande? Ganz abhängig von den Zahlen, Daten, Fakten, die sie, wie das Blut den Körper, durchrauschen, und den Zusammenhang erst in der vollkommenen Abstraktion der synaptischen Epoche entfalten.